So mixen Sie den perfekten Mojito – das Rezept vom Profi

An heißen Tagen wird ein Mojito in seinem Ursprungsland Kuba gern als leckere Erfrischung getrunken.

An heißen Tagen wird ein Mojito in seinem Ursprungsland Kuba gern als leckere Erfrischung getrunken.

Der Geschmack von Rum, Limetten, Minze - das macht einen waschechten Mojito aus. Jedoch gibt es bei den Mojitos, die wir in den Bars angeboten bekommen, viele Unterschiede. Und auch viele Fehler, wie Alexander Kreft, Vizepräsident der Deutschen Barkeeper Union (DBU) erklärt. Denn tatsächlich gehören Limetten höchstens als Deko ans Glas, aber nicht hinein. Hier klärt er alle Cocktail-Liebhaber auf, was tatsächlich in einen klassischen Mojito gehört.

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Das Rezept für einen klassischen Mojito

Beim Mojito handelt es sich traditioneller Weise um eine alkoholische Minz-Limonade, die sich durch ihre Mischung aus Säure, Süße und Sprudel auszeichnet. Daher solle man darauf achten, dass dieser Limonaden-Charakter nicht verloren geht. Heißt auch: Nicht zu viel Rum - denn viel hilft nicht immer viel. Soda hingegen sollte man eher großzügiger einplanen. In einen klassischen Mojito gehören exakt fünf Zutaten (und Eis).

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Mojito-Rezept: Diese Zutaten werden benötigt

  • 3 cl Limettensaft
  • ca. 3 TL weißen Rohrzucker
  • reichlich frische Minze (10-15 Blatt, abhängig von der Qualität)
  • 5-6 cl nicht zu kräftigen, kubanischen, mittelalten Rum (ca. 3 Jahre)
  • Soda (Mineralwasser)
  • Eiswürfel (kein Crushed Eis)

Mojito-Zubereitung

Geben Sie zuerst den Limettensaft und den weißen Rohrzucker ins Glas. Nach kurzem Umrühren folgt die Minze, die nur leicht zerdrückt werden muss und nicht komplett zerstoßen werden sollte. Fügen Sie nun den Rum hinzu und rühren Sie die Mischung erneut um. Erst jetzt, bevor das Soda zugegeben wird, kommt das Eis hinzu. Wenn Sie es gleich zu Beginn ins Glas geben, setzt der sogenannte Schmelzwasser-Effekt ein und der Cocktail verwässert, erklärt Alexander Kreft. Nun das Glas noch mit Soda auffüllen und ein letztes Mal - vorsichtig - umrühren, damit die Kohlensäure erhalten bleibt und der Mojito nicht an Frische verliert.

Mojito mixen: Die fünf häufigsten Fehler

Sie werden es kennen: In jeder Bar schmeckt der Mojito anders - mal besser, mal schlechter. In den wenigsten Bars bekommt man einen wirklich originalen Mojito. Vizepräsident der DBU Alexander Kreft, klärt auf, was oft falsch läuft.

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  1. Nicht umrühren: Ein Mojito sollte vor dem Trinken immer umgerührt sein, schon vom Barkeeper. Denn wie Kreft erklärt: “Alle Zutaten zusammen ergeben Sinn.” Das Wichtigste bei Cocktails ist die Balance des Süße-Säure-Gerüsts, das in Schichten nicht erreicht wird.
  2. Limettenstücke ins Glas: Die Profis geben nur den Limettensaft ins Glas, nicht die Limetten. So wird es auch in hochwertigen Bars serviert. Beim Zerdrücken der Limettenstücke setzt die Schale ätherische Öle und auch Bitterstoffe frei. Es gibt jedoch spezielle Schneidetechniken, bei denen das Weiße in der Limette, worin die Bitterstoffe enthalten sind, herausgeschnitten wird.
  3. Braunen Rohrzucker nutzen: Inzwischen nimmt man eigentlich keinen braunen Rohrzucker mehr, sondern weißen. In Bars lässt man alternativ dem Gast die Wahl. Weißer Rohrzucker ist feiner und löst sich besser auf.
  4. Minz-Mimikri: Frische Minze ist ein Muss. Im Supermarkt greifen Kunden jedoch versehentlich oft zu Pfefferminze oder Zitronenmelisse. Es besteht Verwechslungsgefahr.
  5. Genuss im Überfluss: Beim Mojito handelt es sich wie gesagt um eine alkoholische Limonade. Der Genuss-Drink sollte also nicht zu viel Rum enthalten. Ziel sollte sein, auf geradem Weg noch nach Hause zu kommen.

Oft wird der Mojito übrigens wie seine fruchtigen Kollegen in einem kurvenreichen Hurricane-Glas gereicht. Das hat zwar keinen Einfluss auf den Geschmack, aber üblicherweise wird er im Tumbler- oder Longdrink-Glas serviert.

Mojito: Welcher Rum eignet sich am besten?

Eine klassische Faustformel, welcher Rum - oder welcher Alkohol im Allgemeinen - für einen Cocktail benutzt werden sollte, gibt es laut unserem Profi nicht. Bei allen Drinks, bei denen der der Geschmack der eigentlichen Spirituose wichtig ist, arbeitet Kreft mit Rum, Brandy, Whiskey oder Tequila, eigentlich mit allem, was lange gelagert wird. Seine Regel Nr. 1: “Am wichtigsten ist immer die Balance.”

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Bei Rum kann man meist schon anhand der Farbe sehen, wie lange dieser gelagert wurde und wie intensiv er damit im Geschmack ist. Brauner Rum wird im Fass gelagert und ist ausdrucksstärker, geschmacklich intensiver als weißer Rum. Da der Mojito als Limonade gedacht ist, sollte man hier einen nicht zu kräftigen, kubanischen Rum nehmen. Ein Dreijähriger Rum sollte ideal sein. Alexander Kreft arbeitet gerne mit Rum von Plantation, Bacardi, Varadero oder Appleton.

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