VW-Betriebsratschef: Mehr Schlagkraft, aber keine “Rasenmähermethode”

Bernd Osterloh, Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats sowie Mitglied des Präsidiums des Aufsichtsrates der Volkswagen AG, spricht nach einer Pressekonferenz von Volkswagen zu Digitalisierung, neuen Mobilitätsdiensten und Beschäftigungssicherung.

Bernd Osterloh, Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats sowie Mitglied des Präsidiums des Aufsichtsrates der Volkswagen AG, spricht nach einer Pressekonferenz von Volkswagen zu Digitalisierung, neuen Mobilitätsdiensten und Beschäftigungssicherung.

Wolfsburg. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh will schärfere Kostenziele unter dem Druck von Corona-Krise, Branchenumbruch und steigender Konkurrenz durch Tesla nur mittragen, wenn der Vorstand auch eine weitere interne Verschlankung des Konzerns angeht. „Bei so einem Wildwuchs nützen uns unsere Größe und Skalierungskraft auf einmal nicht mehr viel“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die große Zahl etwa der verwendeten Batteriezell-Varianten für Elektroautos. Hier hat Volkswagen derzeit noch rund zwei Dutzend mehr Ausführungen als der US-Wettbewerber. „Dabei geht es für die Kunden doch nur um das Ergebnis, nämlich maximale Reichweiten bei optimalem Verbrauch und guter Ladefähigkeit“, meinte Osterloh.

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Sonderwege und Extrawürste gehören der Vergangenheit an

Das „Layout der einzelnen, im Fahrzeug versteckten Zellen“ müsse stärker vereinheitlicht werden, „um unsere Schlagkraft als Konzern voll ausspielen zu können“, sagte der oberste Belegschaftsvertreter, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt. „Sonderwege und Extrawürste der Marken müssen der Vergangenheit angehören.“ Der Wolfsburger Autohersteller sucht schon länger nach weiteren Sparpotenzialen - dabei verlangt der Betriebsrat vom Top-Management aber auch, eine Verringerung der Vielfalt an Ausstattungen sowie besser abgestimmte Prozesse statt personeller Mehrbelastungen in den Blick zu nehmen.

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Nur mehr Tempo oder „Personalkürzungen nach der Rasenmähermethode“ lehnt Osterloh ab: „Da setzt man an, wenn man nicht mehr weiter weiß und ein Strohfeuer für die Börsenwelt haben will.“ 2020 war es wegen des Drucks und technischer Probleme in der Golf-Produktion erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Betriebsrat und Vorstand gekommen.

RND/dpa

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