Welches Rad passt für wen?

E-Bike ist nicht gleich E-Bike: So vermeiden Sie einen teuren Fehlkauf

Welches Bike passt für mich am besten? Eine genaue Recherche vor dem Kauf schützt vor einer Fehlinvestition.

Welches Bike passt für mich am besten? Eine genaue Recherche vor dem Kauf schützt vor einer Fehlinvestition.

Unabhängig von Verfügbarkeiten, Weihnachten und Lieferfristen wünschen sich viele Menschen ein E-Bike. Auch solche, die seit Jahren oder gar Jahrzehnten nicht mehr auf einem Rad gesessen haben. Der E-Bike-Boom holt Menschen zurück in den Sattel. Aber welches E-Bike ist für mich überhaupt das Richtige? Bevor man sich in der Flut von Details, Preisrahmen und Ausstattungsvarianten völlig verliert, ist eine Grundsatzentscheidung von zentraler Bedeutung: welches E-Bike ist für mich und meinen Einsatzbereich die beste Wahl? Ein klassisches Trekkingrad, ein Citybike, ein Mountainbike oder gar ein Rennrad mit E-Unterstützung? Vier völlig unterschiedliche Radkonzepte mit völlig unterschiedlichen Stärken und Schwächen.

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Trekkingrad

Die „eierlegende Wollmilchsau“ unter den E-Rädern. Ein Bike, das dank seiner Konzeption in allen Einsatzgebieten solide und brauchbar ist. E-Trekkingräder sind robust, haben relativ breite Reifen und sind für das Pendeln ebenso top geeignet wie für eine längere oder gar ganz lange Radreise. Die meisten dieser Räder sind an der Front mit einer Federgabel ausgestattet. Komfort und Verlässlichkeit sind auf diesen Rädern das Wichtigste. Das gilt sowohl für die Sitzposition (eher aufrecht als zu sehr sportlich gestreckt) als auch für die Wahl der Reifen: unplattbar durch spezielle Verdickung der Innenschicht des Mantels. Das erhöht zwar den Rollwiderstand ein wenig, gibt einem aber ein sicheres Gefühl. Bei diesen Rädern gibt es auch mehrere Antriebsvarianten: von der klassischen Ketten- bis zur Nabenschaltung. Besonders im Trend: hochpreisige in sich geschlossene Getriebe, die als unkaputtbar gelten. Für Allrounder.

Mountainbike

Diese Variante boomt aktuell ganz besonders. Prominente wie Fußballweltmeister Bastian Schweinsteiger schwärmen von den Möglichkeiten. Durch E-Motoren unterstützte Mountainbikes erlauben im Off-Road-Bereich viel mehr Erlebnis und Abenteuer bei viel weniger Anstrengung. Anders als Trekkingbikes haben Mountainbikes keine Schutzbleche und Gepäckträger, wobei beides natürlich nachzurüsten ist. Das E-Mountain-Bike ist sportlicher als ein Trekkingbike. Die Sitzposition ist weniger aufrecht, die Reifenfreiheit noch größer als beim Trekkingbike. Es ist ebenfalls zum Pendeln sehr gut geeignet. Bikepacking – also mit weniger, am Rahmen angebrachten Gepäck, – mit E-Mountainbikes ist ebenfalls schwer angesagt. Für Pendler und Off-Road-Fans.

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Citybike

Ist Stil wichtiger als Substanz? Diese Frage muss erlaubt sein, wenn man sich mit dem Kauf eines Citybikes beschäftigt. Die besonders coolen E-Bikes – mit aufregendem Design – fallen durchweg in diese Kategorie. Schmaler im Erscheinungsbild, oftmals geringere Akkuleistung. Diese Räder sind zum gemütlichen Dahingleiten im urbanen Raum konzipiert. Oft haben ihre Antriebe eine geringere Gangbreite als die drei anderen E-Bike-Varianten. Für Radreisen sind sie nicht geeignet. Als Hingucker und verlässlicher Pendelpartner hingegen sehr wohl. Für Großstadtflaneure.

E-Rennrad

Es gibt inzwischen Rennräder, bei denen die E-Unterstützung kaum noch zu erkennen ist. Nur halt am Tempo, auf dem man mitunter von nicht ganz so austrainiert wirkenden Menschen damit überholt wird. Am E-Rennrad scheiden sich die Geister. Ist es Mogelei, sich auf ihm mit Rennradfahrern zu messen? Oder ist es einfach eine sehr gute Idee? Warum denn nicht ein Rennraderlebnis in der Gruppe genießen, obwohl man vielleicht nicht (mehr) ganz so fit ist? Auf E-Rennrädern ist die Sitzposition betont sportlich. Zum Pendeln und für die Radreise ist es daher nur bedingt zu empfehlen. Cooles, minimalistisches Bike-Backing geht natürlich absolut. E-Rennräder haben Kettenschaltung und hochwertige Scheibenbremsen. Die Reifen sind eher schmal. Empfehlung: eher auf eine Gravel-Bike-Geometrie setzen. Da sind die Reifen etwas breiter, man kommt auch abseits befestigter Straßen prima voran. Für Individualisten.

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