So kommen Sie garantiert weiter: die besten Tipps und Tricks für E-Auto-Fahrer

Ein Stecker mit Kabel ist auf den Tankdeckel eines BMW i3 gemalt.

Wer sich für ein Elektrofahrzeug entscheidet, muss andere Dinge bedenken als beim Kauf eines Verbrenners. Das beginnt mit der Auswahl der Ladestationen und führt bis zur Entscheidung, ob man sich zu Hause eine Wallbox installieren soll. Mit ein wenig Vorbereitung klappt der Wechsel zum Stromer aber problemlos.

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Wenn Wallbox, dann mit mehrphasigem Lader

Ein wichtiger Punkt entscheidet sich bereits beim Kauf des E-Autos. Diese Fahrzeuge sind mit sogenannten Onboard-Ladern ausgerüstet, die den Wechselstrom aus der Steckdose in Gleichstrom fürs Auto umwandeln. Weil nicht alle Stromnetze auf der Welt so potent sind wie das deutsche, haben viele E-Autos – insbesondere die aus dem asiatischen Raum – werksseitig einphasige Lader an Bord. Die laden zwar, aber langsam. Wer sich für eine Wallbox zu Hause entscheidet, sollte in der Optionsliste einen mehrphasigen Lader ankreuzen. Der kostet um die 1000 Euro, aber damit geht’s dann schneller. Schnellladestationen liefern im Unterschied zum Haushaltsstrom sofort Gleichstrom.

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Die Ladesäuleninfrastruktur ist nach wie vor ein Ärgernis und wird es wohl auch noch einige Zeit bleiben. Viele Anbieter machen die Situation unübersichtlich. Zu Hause sollte man den heimischen Stromanbieter nach seinen Angeboten fragen. Geht es auf Reisen, hilft eine App, sofern das Infotainment-System nicht bereits entsprechend ausgerüstet ist und Ladestationen entlang der Route anbietet. Ein Preisvergleich lohnt sich – in den einzelnen Tarifen gibt es erhebliche Schwankungen. Und: Nicht jede Ladesäule ist jederzeit offen. Eine App wie Plugsurfing hilft weiter und bietet auch den Eintritt in die großen Ladenetzwerke, die es ja gibt.

Reichweitenangst – ein neuer Terminus

Auf offener Strecke liegen zu bleiben ist die Horrorvorstellung vieler E-Auto-Fahrender. Der Begriff dafür: Reichweitenangst. Denn anders als beim Verbrenner spielen sehr viel mehr Faktoren eine Rolle, die auf den Energieverbrauch und damit auf die Reichweite Einfluss nehmen. Grundsätzlich zieht jeder elektrische Verbraucher, vom Radio bis zur Klimaanlage, Strom, was sich auf den Ladestand der Batterie auswirkt: Die Faustregel heißt deshalb: weniger Verbraucher, größere Reichweite. Doch so einfach ist es nicht. Denn E-Autos wandeln die Reibungswärme, die beim Bremsen entsteht, in elektrische Energie um, sie rekuperieren.

Es klingt absurd, ist aber so: Wer viel bremst, kommt weiter, was sich tatsächlich im Stadtverkehr deutlich auswirken kann. Viele Modelle haben mehrere Rekuperationsstufen und können bis zum Stillstand abbremsen. Das schont ganz nebenbei die mechanischen Bremsen.

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In der Ruhe liegt die Reichweite

Eine weitere Möglichkeit, Energie zu sparen, ist der Fahrstil. Wer gemächlicher unterwegs ist, kommt weiter. Ein anderer wichtiger Punkt ist der Rollwiderstand der Reifen. Die Entwicklerinnen und Entwickler arbeiten auch bei Verbrennern seit vielen Jahren daran, die Fahrtwiderstände zu reduzieren. Denn auch hier lässt sich der Energieverbrauch reduzieren. Wer beim E-Auto auf den korrekten Luftdruck achtet und ihn regelmäßig kontrolliert, verbraucht weniger Strom.

Auch moderne Lithium-Ionen-Akkus reagieren extrem auf Temperaturunterschiede. Kälte bremst die chemischen Prozesse in der Batterie. Deswegen steht in der Regel in der kalten Jahreszeit bei gleichem Ladestand weniger Reichweite zur Verfügung. Der Verlust kann im Extremfall bis zu 50 Prozent betragen.

Sparen in der kalten Jahreszeit

Beim Aufladen des E-Autos über Nacht kann der Innenraum über den Haushaltsstrom vorgeheizt werden, sodass man gleich mit einem warmen Auto losfährt. Ein alter Trick ist auch, die Fahrzeugheizung bei Fahrtbeginn ab-, dafür Lenkrad- und Sitzheizung anzuschalten. Die Wärme erreicht den Körper, ohne Energie im Innenraum zu verschwenden. Der ADAC empfiehlt, den Ladevorgang beim Programmieren in die Morgenstunden zu verlegen. Denn dann ist auch die Batterie noch warm.

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Auch Hitze kann der Reichweite zusetzen. Beispielsweise, wenn der Innenraum so aufgeheizt ist, dass man die Klimaanlage einschalten muss. Das Runterkühlen frisst eine Menge Energie.

Deshalb ist es optimal, ein E-Auto im Sommer in einer Garage zu parken – sofern vorhanden. Doch auch schon ein schattiges Plätzchen kann sich positiv auswirken.

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