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400 Millionen Euro für Mittelständler

Bundesregierung lockt Firmen nach Afrika

Staatssekretärin Flachsbarth sieht in Afrika als „Riesenmarkt“.

Staatssekretärin Flachsbarth sieht in Afrika als „Riesenmarkt“.

Hannover.Die Bundesregierung will deutsche Mittelständler dazu bewegen, mehr in Afrika zu investieren. Der Kontinent sei ein „riesiger, schnell wachsender Markt“, sagte Maria Flachsbarth (CDU), parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), am Freitag der HAZ.

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Bis 2050 werde sich die Zahl der dort lebenden Menschen auf rund 2,4 Milliarden verdoppeln. Für Unternehmen sei es daher sinnvoll, Afrika stärker in den Blick zu nehmen. Bislang flössen nur 0,5 Prozent der deutschen Auslandsinvestitionen dorthin. Es gehe aber auch darum, vor Ort Arbeitsplätze zu schaffen und dadurch den „Migrationsdruck zu verringern“, sagte Flachsbarth. Das BMZ fördert Investitionen deutscher Firmen in Afrika deshalb mit insgesamt 400 Millionen Euro – pro Unternehmen gibt es bis zu 4 Millionen Euro.

Flachsbarth warb am Freitag auf einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer Hannover (IHK) für das Vorhaben. Rund 100 Vertreter von Unternehmen aus der Region tauschten sich dort mit Botschaftern aus acht ostafrikanischen Ländern aus, darunter Kenia, Ruanda und Äthopien. In Ostafrika wächst die Wirtschaft seit Jahren relativ schnell, die Mittelschicht wird größer.

Das BMZ fördert afrikanische Firmen und Regierungen auch direkt. Die Länder müssten im Gegenzug Korruption bekämpfen und ihre Verwaltungsarbeit verbessern, zum Beispiel in den Bereichen Zoll und Steuern, betonte Flachsbarth. Unabhängig davon helfe man dort, „wo die Not am größten ist“.

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Laut der IHK Hannover interessieren sich immer mehr Firmen aus der Region für Afrika. „Die Region hat Perspektiven, die Wachstumsraten sind relativ gut“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Horst Schrage.

Von Christian Wölbert

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