OECD: Deutschland rutscht 2023 in die Rezession
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Kursverlust des Deutschen Aktienindex DAX im März 2022.
© Quelle: Arne Dedert/dpa
Paris. Deutschland wird nach Einschätzung der Industriestaaten-Organisation OECD im kommenden Jahr in die Rezession rutschen. Die Wirtschaftsleistung werde voraussichtlich um 0,7 Prozent schrumpfen, teilte die OECD am Montag mit. Deutschland wäre demzufolge eines der am stärksten betroffenen Länder.
Dieses Jahr noch Wachstum
Für 2022 prognostizierte die Organisation ein Wachstum von 1,2 Prozent. Auch die Inflation dürfte so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr bleiben: Für 2022 erwartet die OECD in Deutschland eine Teuerungsrate von 8,4 Prozent und für 2023 von 7,5 Prozent.
Weltweit prognostizieren die Experten für dieses Jahr ein Wachstum von 3 Prozent, das sich 2023 auf 2,2 Prozent abschwächen dürfte. Russlands Krieg gegen die Ukraine habe die weltweite Wirtschaft hart getroffen und die Preise für Energie und Lebensmittel genau dann erhöht, als die Lebenshaltungskosten ohnehin stark gestiegen seien.
Es gebe einige Unsicherheiten rund um die Prognosen, hieß es. Würde beispielsweise Gas noch knapper als bisher, könnte das Wachstum weiter schrumpfen. Die Staaten müssten nun mit finanziellen Hilfen die Auswirkungen auf Haushalte und Unternehmen abfedern. Solche Maßnahmen sollten aber nur vorübergehend sein und müssten sich auf die Bedürftigsten konzentrieren.
RND/dpa