Kolumne „Die Börsenwoche“

Ein kohlrabenschwarzer Juni an der Börse – und wie wird der Juli?

Das Logo des Deutschen Aktienindex (Dax) ist auf einer Handelsplattform zu sehen.

Der Juni gilt vielen Menschen als schönster Monat des Jahres: Sommeranfang, längste Tage, kürzeste Nächte, und draußen wuchert üppig die Natur. Womöglich hat das herrliche Wetter in den zurückliegenden Tagen manch Anlegerin oder Anleger ein wenig trösten müssen, denn an der Börse war der Juni 2022 ein kohlrabenschwarzer Monat. Fast 12 Prozent seines Wertes büßte der Dax von Monatsanfang bis Monatsende ein. Es war der größte Juniverlust in der Geschichte des Leitindex.

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Die Angst vor der Rezession geht um, und diese Angst ist ausgesprochen real. Reihenweise korrigieren Unternehmen gerade ihre Ergebnisprognosen nach unten. Die galoppierende Inflation zwingt die US-Zentralbank Fed, mit immer neuen Zinsschritten die amerikanische Wirtschaft abzuwürgen.

Ein Ende des Krieges in der Ukraine ist nicht in Sicht. Im politischen Berlin bereitet man sich darauf vor, dass mit der am 11. Juli beginnenden Wartung der Pipeline Nord Stream 1 der Gasfluss von Russland nach Deutschland dauerhaft versiegen wird. Und dann ist da noch die Pandemie, die einfach nicht verschwinden will.

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Absturz auf unter 10.000 Euro?

Es kommt gerade eine Menge zusammen. Ökonominnen und Ökonomen warnen vor einem „perfekten Sturm“.

Die Hoffnung mancher Börsianerinnen und Börsianer, dass der drohende Konjunkturabschwung bereits eingepreist sein könnte, hat sich als trügerisch erwiesen. Die wichtige 13.000-Punkte-Marke war keine Haltelinie für den Dax mehr.

Schon melden sich die ersten Stimmen, die einen Absturz des Börsenbarometers auf unter 10.000 Punkte für möglich halten. Ausschließen kann man das nicht, denn nach Jahren, in denen die Kurse mit billigem Zentralbankgeld aufgepumpt worden sind, gibt es nun eine Menge Luft nach unten.

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Für den aktuellen Börsenmonat sind das keine guten Aussichten. Anlegerinnen und Anleger sollten sich auf weitere Hiobsbotschaften gefasst machen. Aber zumindest außerhalb der Handelsräume soll der Juli ja ganz nett sein.

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Andreas Niesmann leitet das Wirtschaftsressort des RND. Er schreibt an dieser Stelle vertretungsweise über Börse, Finanzmarkt, Aufstieg und Fall der Kurse – und die Unternehmen dahinter.

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