Fast 270 Millionen Tonnen

Bericht: CO₂-Ausstoß der Dax-Konzerne im Jahr 2021 offenbar gestiegen

Strommasten und Windräder rund um das Kohlekraftwerk Neurath des Stromkonzerns RWE (Archivbild).

Strommasten und Windräder rund um das Kohlekraftwerk Neurath des Stromkonzerns RWE (Archivbild).

Berlin. Die 40 größten an der deutschen Börse gehandelten Konzerne haben im vergangenen Jahr offenbar ihre CO₂-Emissionen um 6 Prozent gesteigert. Damit stieg der Kohlendioxid-Ausstoß der Dax-Unternehmen im Jahr 2021 auf fast 270 Millionen Tonnen.

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Das Wirtschaftsmagazin „Handelsblatt“ berichtete zuerst über die Steigerung des CO₂-Ausstoßes der Dax-Konzerne. Die Daten gehen demnach aus einer Auswertung der Zeitung auf Basis der Nachhaltigkeitsberichte der Unternehmen hervor. Das Unternehmen mit dem größten Anteil an den produzierten Emissionen ist demnach der Energieriese RWE. Dessen CO₂-Ausstoß stieg um mehr als 22 Prozent auf 89,6 Millionen Tonnen. Hintergrund: Steigende Gaspreise, eine höhere Nachfrage und eine zugleich schwächere Ausbeute der Windkraft – die Braunkohlekraftwerke waren ausgelastet.

Auf dem zweiten Platz der Unternehmen mit den meisten CO₂-Emissionen liegen der Baustoffproduzent Heidelberg Cement mit 74,5 Millionen Tonnen und der Industriegashersteller Linde (39,9 Millionen Tonnen, dritter Platz).

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Emissionen gingen 2020 zurück

Dabei waren die CO₂-Emissionen im Jahr 2020 noch aufgrund der Corona-Krise zurückgegangen. Das ist nun vorbei. „Wir befinden uns mit den Emissionen in Deutschland 2021 damit etwa wieder auf dem Niveau von 2019“, sagte Klimaforscher Manfred Fischedick, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt, Energie, dem „Handelsblatt“. Aus seiner Sicht seien die Veränderungen aber normal: „Schaut man sich die Emissionswerte für die deutsche Industrie an, bewegen wir uns damit grundsätzlich noch innerhalb der Ziele der Bundesregierung.“ Gleichzeitig gehe er aber von einer weiteren Zunahme der CO₂-Emissionen aus, heißt es weiter – das liege vor allem am Krieg in der Ukraine und den anhaltenden Konflikten rund um Öl und Gas. Mit Blick auf die Vereinbarungen des Pariser Klimaabkommens eine schwierige Entwicklung.

Bereits im März dieses Jahres warnte die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (Irena), dass weltweit jährlich 5,7 Billionen US-Dollar für die Energiewende bis 2030 benötigt werden. Dann könne das bei der Pariser Klimakonferenz 2015 vereinbarte Ziel erreicht werden, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

RND/ag

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