Preise steigen deutlich

7,6 Prozent: EU-Kommission rechnet 2022 mit Rekord-Inflation

Eine Kundin bezahlt auf einem Wochenmarkt im Berliner Ortsteil Schöneberg an einem Obst- und Gemüsestand.

Eine Kundin bezahlt auf einem Wochenmarkt im Berliner Ortsteil Schöneberg an einem Obst- und Gemüsestand.

Brüssel. Angesichts der hohen Energiepreise rechnet die EU-Kommission bei der Inflation im Euro-Raum in diesem Jahr mit einem historischen Höchstwert. Im Jahresdurchschnitt wird die Teuerung voraussichtlich 7,6 Prozent erreichen, wie aus der Sommer-Konjunkturprognose der Brüsseler Behörde am Donnerstag hervorgeht. Bei ihrer Frühlingsprognose im Mai war die Kommission noch von 6,1 Prozent Inflation für die Euro-Länder ausgegangen. Das Wachstum wird demnach in diesem Jahr weitgehend stabil bleiben verglichen mit der letzten Prognose. Für das nächste Jahr korrigierte die Kommission ihre Vorhersagen jedoch deutlich nach unten.

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Seit Monaten wird das Leben immer teurer – laut Umfrage belastet das derzeit die Menschen in Deutschland am meisten.

In der gesamten EU wird in diesem Jahr eine Preissteigerung von 8,3 Prozent erwartet, statt 6,8 Prozent. Im kommenden Jahr soll sich die Inflation etwa halbieren, bei durchschnittlichen 4 Prozent im Euro-Raum und 4,6 in der EU.

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Beim Wirtschaftswachstum geht die EU-Kommission nach wie vor davon aus, dass die EU-Wirtschaft 2022 um 2,7 Prozent wachsen wird. Im Euro-Raum werden 2,6 Prozent Wachstum erwartet, eine leichte Anpassung verglichen mit den im Mai vorhergesagten 2,7 Prozent.

Mehrkosten durch die Inflation machen sich vor allem im Einkaufswagen bemerkbar.

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Die Inflation in Deutschland bewegt sich weiter auf Rekordniveau. Wie stark der Preisanstieg jeden Einzelnen trifft, hängt aber vom individuellen Konsumverhalten ab. Mit dem RND-Inflationsrechner können Sie einen persönlichen Warenkorb zusammenstellen – und Ihre eigene Teuerungsrate errechnen.

Für das nächste Jahr korrigierte die Kommission ihre Vorhersagen allerdings deutlich nach unten. Sie geht von 1,5 Prozent Wachstum in der gesamten EU und 1,4 Prozent im Euro-Raum aus. Im Mai sprachen die Ökonomen noch von 2,3 Prozent sowohl in der EU als auch in der Eurozone. Hintergrund ist unter anderem die Lage an den Energiemärkten.

RND/dpa

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