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Gesundes Essen für den Rücken

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Foto: zoomteam/123RF

Eine falsche Haltung, zu wenig Bewegung, Stress. Es gibt viele Ursachen für das Volksleiden Rückenschmerzen, von dem etwa 90 Prozent der Deutschen mindestens ein Mal im Leben betroffen sind. In vielen Fällen gehen die Schmerzen im Bewegungsapparat mit entzündlichen Prozessen im Körper einher. Doch was hat das mit der Ernährung zu tun? Eine ganze Menge, denn je nach Zusammensetzung kann unsere Ernährung uns das Leben leichter oder wortwörtlich schwerer machen. Was uns nun aber wirklich gut tut, darum ranken sich unzählige Mythen. Die Aktion Gesunder Rücken e. V. bringt passend zum diesjährigen Tag der Rückengesundheit am heutigen 15.März Licht ins Dunkel und zeigt auf, was wirklich miteinander zusammenhängt und was nicht.

Die richtige Ernährung kann die Rückengesundheit positiv beeinflussen

1. Mythos: Rückenschmerzen können durch Übersäuerung des Körpers entstehen. Stimmt. Durch den übermäßigen Verzehr von Süßigkeiten oder Weizen kann es zu einer Übersäuerung der Knorpelbandstrukturen kommen, was wiederum zu einer Lockerung des Bindegewebes führt. Darin lagert sich die überschüssige Säure ab und es wird starr und unbeweglich.

Eine säurearme Ernährung kann also einen Teil zu einem gesunden Bewegungsapparat beitragen.

2. Mythos: Der Verzehr von Olivenöl lindert Rückenschmerzen. Falsch. Olivenöl enthält zwar einen Stoff, das sogenannte Oleocanthal, das ähnlich wie das Schmerzmittel Ibuprofen wirkt, doch wegen der eher geringen Wirksamkeit des Olecanthal eignet sich das Öl nicht für (akute) Schmerzen.

Gesundes Essen für den Rücken-2
Foto: pixabay

3. Mythos: Kalzium- und vitaminreiche Lebensmittel unterstützen die Rückengesundheit. Stimmt.

Kalzium sorgt für Stabilität und Struktur der Knochen. Vitamin A beeinflusst das Knochenwachstum – ein Mangel würde eine Verzögerung der Wachstumsprozesse hervorrufen.

Vitamin K beteiligt sich an der Bildung von Eiweißen, aus denen das Kollagengerüst der Knochen gebildet wird und Vitamin C bildet das Kollagen und nährt damit das Bindegewebe.

4. Mythos: Übergewicht führt zu Rückenschmerzen. Stimmt. Aufgrund der dauerhaften Über- und Fehlbelastung kann ein zu hohes Körpergewicht zu Rückenbeschwerden führen. Durch den konstanten Druck auf die Wirbelsäule leiden Übergewichtige beispielsweise auch doppelt so häufig an Bandscheibenproblemen wie Normalgewichtige. Durch eine Gewichtsreduktion können sich Ausdauer und Beweglichkeit verbessern und eine Über- und Fehlbelastung vermieden werden.

Natürlich können wir uns nicht schmerzfrei essen. Doch durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung können wir viel für unsere Gesundheit und somit auch unseren Bewegungsapparat tun. Mehr Infos zu einer „rückengerechten“ Ernährung und weitere Tipps finden Interessierte auf der Website der Aktion Gesunder Rücken e. V. unter www.agr-ev.de