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Sicher unterwegs in der Frühlingssaison

Sommerbereifung und Assistenzsysteme mindern Unfallrisiko erheblich

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Die Gefahr durch Übermüdung wird beim Autofahren oft unterschätzt. Foto: TÜV NORD /iStock-1305313929_Djelics

Peine. Mit dem Frühling erwacht die Natur und die Temperaturen steigen allmählich in den zweistelligen Bereich. Höchste Zeit also, die Winterreifen allmählich in die Garage zu verbannen und auf Sommerbereifung umzusteigen. Zudem ist die Umstellung auf die Sommerzeit erfolgt, die den Menschen eine Stunde Schlag geraubt hat. Das erfordert ein weitaus höheres Maß an Achtsamkeit, wie auch die Experten der TÜV NORD-Station Peine wissen. Sie geben Tipps, wie man Sekundenschlaf verhindern kann und Warnsignale erkennt.

Wichtige Warnsignale

Sobald die Temperaturen klettern, stellt sich der menschliche Biorhythmus um: Es kann zu Schwindel, einer verlangsamten Reaktion und Unaufmerksamkeit kommen. Die Gefahr durch Übermüdung wird oft unterschätzt. Sie schränkt die Fahrtüchtigkeit ein - vergleichbar mit Alkoholkonsum", verdeutlicht Andreas Meyer. Häufiges Gähnen, plötzliches Frösteln, brennende und schwere Augen, Seh- und Konzentrationsschwierigkeiten können wichtige Warnsignale für eine Übermüdung und eine Vorstufe zum Sekundenschlaf sein. Sind die Augen bereits zugefallen, war man schon im Kurzschlaf. Dies kann zu gefährlichen Situationen führen, im schlimmsten Fall sogar tödlich enden. Denn durch fehlendes Konzentrations- und Reaktionsvermögen fällt es schwer, das Auto in der eigenen Spur zu halten oder wichtige Straßenschilder wahrzunehmen. Sollte es zu einem durch Sekundenschlaf verursachten Unfall kommen, trägt der Fahrer die Schuld und muss mit einer Geldstrafe, Führerscheinentzug oder einer Freiheitsstrafe rechnen.

Gute Vorbereitung

Damit sich die Müdigkeit während der Autofahrt nicht auf die Fahrtüchtigkeit auswirkt, sollten Fahrten zwischen zwei und fünf Uhr morgens möglichst vermieden werden, da der menschliche Biorhythmus zu dieser Zeit eine Pause einlegt. Lange Autofahrten sollten gut vorbereitet werden: "Ein ausgedehnter Schlaf, regelmäßige Pausen, Fahrerwechsel, kurze Nickerchen auf dem Parkplatz und Bewegung an der frischen Luft können die Gefahr der Übermüdung eindämmen", sagt der Stationsleiter. Eine Tasse Kaffee, laute Musik oder geöffnete Autofenster während der Fahrt reichen nicht aus, um aus dem Leistungstief zu kommen.

Im Zuge des 2020 durchgeführten Verbraucherschutztests für Fahrzeugsicherheit werden Fahrzeugassistenzsysteme ab diesem Jahr in der EU verpflichtend bei allen neuen Fahrzeugtypgenehmigungen und ab 2024 bei allen Neufahrzeugen. Angefangen bei Müdigkeits- und Aufmerksamkeitswarner reicht das Spektrum dabei über Spurhalte- bis zum Notbremsassistenten, der, der das Auto im Notfall sogar automatisch zum Stehen bringt.