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Seit 20 Jahren geht es in der Fleischerei Müller in Oberg um die Wurst

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Fleischermeister Thomas Müller und seine Frau Sabine Müller (4. u 5. von links) und ihr Team haben stets frische Waren und viele Tipps für die Kundschaft parat. Foto: Birthe Kußroll-Ihle

Qualität, die man schmecken kann, zeichnet seit 20 Jahren die Fleischerei Müller aus, die seit 2007 in Oberg ansässig ist. Bei Fleischermeister Thomas Müller und seinem Team können Kundinnen und Kunden aus nah und fern Wurst und Fleisch mit gutem Gewissen und viel Geschmack kaufen. Hinter der roten Klinkerfassade der Fleischerei mit dem gelb-roten Firmenschild in der Weststraße 8 in Oberg, präsentiert sich ein modern gestaltetes Schlemmerparadies mit einem reichhaltigen Frischesortiment aus fachkundiger Produktion. Angeboten werden hausgemachte Wurstwaren, Fleisch- und Grillspezialitäten, Salate, eine feine Käseauswahl, warme und vorgekochte Gerichte, Dosenwurst, ein Partyservice und vieles mehr.

Für ein gutes Gefühl, nicht nur am Gaumen

Thomas Müller versteht sein Handwerk von A bis Z. Schließlich hat er es von der Pike auf gelernt. „Unsere Produkte sind uns eine wahre Herzensangelegenheit. Sie fordern uns und geben uns Anlass, immer noch besser zu werden – für Tier und Mensch“, sagt er. So besitzen der Fleischermeister und sein Team das handwerkliche Können, die edlen Stücke des Tieres zu verarbeiten. Und noch mehr: Thomas Müller kreiert genauso seine eigenen Spezialitäten und Rezepturen für den besonderen Fleisch- und Wurstgenuss. Dabei bleiben seine Produkte stets natürlich und pur im Geschmack, damit sie authentischen und echt schmecken.

In seiner Familie hat Tierhaltung und Schlachtung Tradition. „Meine Großeltern hatten eine Nebenerwerbslandwirtschaft und mein Onkel war Hausschlachter“, erzählt der gebürtige Bierbergener. Dennoch wollte er zunächst eine Lehre als Landmaschinenmechaniker beginnen. „Mein Ausbildungsplatz wurde abgesagt, und ich wünschte mir eine Lehre in einem kreativen Beruf, so lag eine Fleischerausbildung nahe“, berichtet er. Die begann er seinerzeit bei Fleischermeister Werner Schanz in Groß Bülten. Es folgten Berufsjahre im Lebensmitteleinzelhandel sowie im Großhandel und er besuchte die Meisterschule. Am 1. Januar 2002 startet Thomas Müller in die Selbständigkeit. Sein Lehrmeister Schanz wollte sich aus Altersgründen zurückziehen. „Das passte gut, ich konnte seine Fleischerei in der Sandstraße in Groß Bülten übernehmen und baute einen Partyservice auf“, erzählt Thomas Müller.

Zugleich hielt er Ausschau nach einem größeren Standort. „Im Dezember 2006 konnte ich meinen jetzigen Fleischereibetrieb in Oberg ersteigern“, berichtet er. Gemeinsam mit seiner Frau Sabine, die mit viel Elan und Kreativität den Verkauf nach vorne brachte und weiterhin viele Ideen einbringt, verlagerte er die Produktion nach Oberg. Er sanierte den Betrieb, erneuerte die Kühlanlagen, kaufte eine neue Wurstfüllmaschine, brachte das Gebäude technisch auf den neuesten Stand – kurzum, er stellte die Fleischerei Müller für die Zukunft auf und gab ihr seine eigene Note. „Meine Frau hat an allem einen riesigen Anteil, nur wenn alle an einem Strang ziehen, lässt sich so ein Betrieb führen“, freut sich der Fleischermeister, der auch Obermeister der Fleischerinnung Peine ist.

„Unsere Produkte sind uns eine wahre Herzensangelegenheit.“

Zu Müllers Team gehören im Verkauf sechs Mitarbeiterinnen, in der Produktion zwei Gesellen und ein Produktionsgehilfe. „Unsere Koch-, Brüh- und Rohwurst stellen wir selbst her, ein paar Produkte kaufen wir von Handwerkskollegen dazu und unser Partyservice wird ständig erweitert“, zählt der Fleischermeister auf. Sein Betrieb ist seit 2010 EU-zertifiziert – ein Zulassungskriterium für die Eröffnung von Filialen. „Eine Filiale braucht mehr Betreuung als ein Hauptgeschäft, und uns fehlen leider wie allen Kollegen unseres Handwerkberufs geeignete Mitarbeiter. Deshalb konzentrieren wir uns auf das Hauptgeschäft“, erklärt Thomas Müller.

Ein expandierender Bereich ist der Partyservice der Fleischerei Müller. „Die Personenzahlen verändern sich nicht erst seit der Pandemie immer weiter nach oben und Beilagen werden neben dem schlichten Braten immer wichtiger“, beobachtet er. bik