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Carsten Hoffmann Obermeister der Dachdecker-Innung Peine © Birthe Kußroll-Ihle

Wohnraum und Energie gehören zu den wichtigsten Themen der kommenden Jahre und Jahrzehnte und genau deshalb ist die Ausbildung im Dachdeckerhandwerk eine „Eintrittskarte“ in eine sichere berufliche Zukunft. Das Bauen boomt, schließlich braucht jeder Mensch ein Dach über dem Kopf. Familien benötigen mehr Wohnraum, aufgrund des Wandels der Arbeitskultur werden zunehmend Arbeitsplätze zu Hause benötigt und Nebenkosten steigen weiterhin immens –bezahlbares Wohnen ist daher künftig nur mit einer energetisch optimierten Bauweise möglich.Aufgrund dieser Entwicklung wundert es kaum, dass unsere Auftragsbücher voll sind. Entsprechend dringend suchen wir Nachwuchs. Unsere Innungsbetriebe haben 2022 noch Ausbildungsplätze frei. Junge Leute, die sich für unseren vielseitigen Beruf interessieren, können gern in den Osterferien bei einem Praktikum in unsere Berufswelt hineinschnuppern.

 

Erfreulich ist, dass wir aufgrund der Nachfrage wieder eine Ausbildungsklasse bei den berufsbildenden Schulen vollkriegen. Wir sind noch in der glücklichen Situation, dass wir unsere Auszubildenden in Peine beschulen können. Eine gute Nachricht ist, dass Lehrer und Ausbildungsbetriebe in diesen Zeiten vorbildlich zur Stange halten, zunehmend digitale Wege für die Vermittlung von Wissen beschreiten und die praktische Arbeit weiterhin mit viel Engagement betreiben. So konnten 2020 sowie 2021 trotz Pandemie viele motivierte Gesellinnen und Gesellen freigesprochen werden.

Wir Dachdecker legen nicht nur Ziegel auf und montieren Dachrinnen, sondern wir sorgen auch für den perfekten Wärmeschutz im Sommer und Winter. Daher ist die Energiegewinnung an Dach und Fassade ein wichtiger Ausbildungsbestandteil. Folglich wird die Nutzung der Sonnenkraft von den Dachdeckern von morgen erlernt. Besonders für unseren Nachwuchs sind solche Leistungen spannende Herausforderungen, die ihnen besondere Weiterbildungsmöglichkeiten eröffnen, wenn sie ihren Gesellenbrief in der Tasche haben.

Vor diesem Hintergrund finden sich im Koalitionspapier der neuen Bundesregierung mit Blick auf die geplanten Maßnahmen rund um den Klimaschutz Licht und Schatten. Positiv ist die Einrichtung eines eigenen Bauministeriums. Doch neue Wohnungen, bezahlbarer Wohnraum trotz steigender CO2-Preise und neue Vorgaben zu Heizungstausch und Solaranlagenpflicht auf Dächern sind nur zu stemmen, wenn die neue Ministerin mit deutlichen Kompetenzen ausgestattet wird. Zudem müssen Themen wie Gebäudesanierung eng mit dem Klimaschutzministerium erarbeitet werden.

Wir Dachdecker sehen uns dem Klimaschutz verpflichtet und begrüßen die Aus sage, bei Neubauten alle geeigneten Dachflächen im Gewerbebau sowie im Privatbereich für Solarenergie zu nutzen. Doch wir brauchen eindeutige Regelungen für Bauherren und ausführende Handwerksbetriebe, welche Dächer geeignet sind. Denn nicht jede Dachfläche ist zwangsläufig ein passender und effektiver Standort für Solaranlagen.

Es ist viel zu entscheiden und zu tun im kommenden Jahr!

Im Namen aller Betriebe unserer Innung wünsche ich unseren Kunden, den Innungskollegen sowie allen PAZ-Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest und ein erfolgreiches neues Jahr.

Bleiben Sie gesund!