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Sommer statt Winter

Die Zeit für den Reifenwechsel ist in diesen Tagen gekommen

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Sommerreifen-Test beim ADAC: Jetzt ist wieder Zeit für den Wechsel. FOTO: WOLFGANG GRUBE

Salzgitter. Zwar hält die Corona-Pandemie die Welt noch in Atem, dennoch rücken verstärkt auch wieder Aspekte des normalen Lebens in den Vordergrund. Für Autofahrer bedeutet dies, den richtigen Zeitpunkt für den Wechsel von Winter- auf Sommerreifen zu wählen. „Die gute alte O-bis-O-Regel, also von Ostern bis Oktober, ist hier schon ein guter Anhaltspunkt," sagt Herbert Fuss, Leiter der Abteilung Verkehr und Technik des ADAC Mittelrhein.

Stehen die definitiv schneefreien Monate vor der Tür, ist auch die Zeit für den Sommerreifen gekommen. Dieser ist vor allem für die Haftung auf trockenem Untergrund und die schnelle Ableitung von Wasser aus dem Kontaktbereich zur Straße ausgelegt. Er sorgt so für spurstabiles Fahren auf nasser und trockener Fahrbahn und einen kurzen

Einen guten Anhaltspunkt, welchen Reifen man montieren sollte, bieten die jährlichen Tests des ADAC. Aber auch der Reifenhändler vor Ort kann mit fachkundigem Rat zur Seite stehen. Sind noch Reifen aus dem Vorjahr vorhanden, lohnt auf jeden Fall ein Blick auf das Profil und die Reifenflanke. „1,6 Millimeter ist die gesetzliche Mindestprofiltiefe wir empfehlen drei Millimeter bei Sommerreifen. Ist weniger vorhanden, ist eine Neuanschaffung angezeigt,  so Herbert Fuss.

Auf der Reifenflanke findet sich die DOT-Nummer, welche dokumentiert, wie alt der Reifen ist. an erkennt sie an Buchstaben DOT, gefolgt von einer vierstelligen Zahlenkombination. An dieser kann man die Produktionswoche und das Produktionsjahr des Reifens ablesen. DOT 2812 bedeutet die 28. Kalenderwoche des Jahres 2012. Bei einem Alter von acht bis zehn Jahren steht ebenfalls ein Neukauf an. Herbert Fuss: "Die Reifen beim Fachhändler zu beziehen ist sowieso ratsam, weil hier auch die Montage der Neu und Entsorgung der Altreifen fachgerecht erfolgt.

Werden die Winterreifen in der heimischen Garage bis zum nächsten Einsatz gelagert, gilt es einige Regeln zu beachten. Kompletträder lagern am besten liegend oder an der Wand hängend. Der Luftdruck sollte um 0,5 Bar erhöht werden. Werden nur die Reifen (ohne Felgen) gelagert, so müssen diese stehe Natürlich muss, in Zeiten von Corona auch beim Kontakt zu Menschen in Fachwerkstätten auf die entsprechenden Vorsichtsregeln geachtet werde. Eine vorherige Terminvereinbarung und Abstimmung mit der Werkstatt helfen aber, auch in dieser Situation einem Kontakt mit dem Virus aus dem Weg zu gehen.

Ein Verzicht auf den Wechsel ist allerdings keine Option, denn die Winterreifen, als Spezialisten für Matsch und Schnee, verschleifen außerhalb ihres Einsatzgebietes viel schneller und haben bei höheren Temperaturen deutlich schlechtere Fahreigenschaften als die Sommerpneus.

Hinterachse sorgt für Stabilität

Wenn aus dem Vorjahr unterschiedlich stark abgefahrene Reifen übernommen werden, so müssen die mit dem besseren Profil immer auf der Hinterachse montiert werden. Dieser Hinweis ist ADAC-Experte Herbert Fuss besonders wichtig: Die Fahrstabilität mit den schlechteren Reifen auf der Hinterachse ändert sich dramatisch. Bei einem plötzlichen Spurwechsel kommt das Fahrzeug, selbst mit ESP, zwangsläufig ins Schleudern. Unter Abwägung sämtlicher Vor- und Nachteile muss somit die alte Streitfrage, wohin die besseren Reifen sollen, ganz eindeutig mit Hinterachse beantwortet werden. Für die Spurstabilität ist diese nun einmal ausschlaggebend."