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Frohe Weihnachten - Grüße aus Stadt und Landkreis Peine

Frohe Weihnachten von der Kfz-Innung - Liebe Leserinnen und Leser,

Frohe Weihnachten von der Kfz-Innung - Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr geht zu Ende. Es war kein einfaches Jahr. Es war ein denkwürdiges, einschneidendes Jahr. Das Corona-Virus hält Deutschland in Atem. Große Veränderungen sowohl in der Gesellschaft wie auch in der Wirtschaft, stehen noch in den nächsten Jahren an, weil uns die Corona-Krise noch lange im Griff haben wird.

   

Nach Jahren des wirtschaftlichen Aufschwungs bricht in diesem Jahr die Wirtschaft ein. Unternehmen fürchten um ihre Existenz, viele Beschäftigte erleiden Einkommenseinbußen oder verlieren ihren Job.

Deutschland verschuldet sich in einem nie da gewesenen Ausmaß. Nach der Rekordverschuldung unseres Landes steht die Mobilität in Deutschland vor einer großen Herausforderung. Luftreinheit in den Städten ist das Gebot der Stunde. Neue Antriebstechniken wie Wasserstoff, Autogas, Erdgas, Brennstoffzellen und Strom in unseren Fahrzeugen sollen dazu beitragen, die Städte „sauber“ zu halten.

Das beweist die Einführung der Elektromobilität seit über zehn Jahren. Technische Innovation hat in Deutschland meist mit dem Auto zu tun. Ob Sensoren, Aktoren, Steuergeräte, LED-Leuchten, hochfester Stahl – kaum eine Industrie, die nicht an die Automobilhersteller liefert. Nun rollen die neuen E-Modelle an. Aber die Rahmenbedingungen fehlen noch. Die Infrastruktur fehlt, das Ladenetz ist noch nicht so weit, es gibt keine einheitlichen Abrechnungssysteme an den Ladesäulen. Die Autoindustrie steht vor einem gewaltigen Umbruch. Zwar sind Fahrzeuge „made in Germany“ immer noch weltweit gefragt. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis Nichtautobauer wie Apple oder Google – sie arbeiten an dem Thema autonomes und automatisiertes Fahren – in die Elektromobilität einsteigen.

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© logaryphmic/123RF

Das Szenario, das die Autoindustrie fürchtet, sieht so aus: Fahrzeuge mit künstlicher Intelligenz und Vernetzung können Verkehrssituationen erkennen und auswerten. In den Städten, in denen viele Menschen leben, holen elektrisch angetriebene Fahrzeuge Kunden auf Bestellung ab und bringen sie von A nach B. Um einen reibungslosen Verkehrsfluss und Sicherheit zu garantieren, sind Fahrzeuge, in denen noch ein Mensch am Steuer sitzt, verboten.

Die meisten Experten sind sich einig, dass unsere Mobilität schon in wenigen Jahren eine andere sein wird. Flugtaxis klingen nach Zukunftsmusik, aber von computergesteuerten Multikoptern, mit denen Amazon liefert, hat man schon gehört. Akkubetriebene Flugtaxis können in einigen Jahren eine echte Ergänzung zum Straßen- und Schienenverkehr sein.

Wie geht es weiter mit unseren Fahrzeugen? Pauschale Fahrverbote für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, die die radikalen Abgasvorschriften nicht einhalten? Hardware-Umrüstung auf Kosten des Kunden?

Die Diskussion um die Zukunft der Mobilität ist voll im Gange. Die Werkstatt und der Servicebereich – Reparaturen – haben mittlerweile einen höheren Stellenwert als der Neu- und Gebrauchtwagenmarkt.

Verkehrssichere Fahrzeuge sind wichtig für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur, insbesondere für die Vorsorge im ländlichen Raum, nicht nur in Dörfern, sondern auch in Klein- und Mittelstädten. In diesem Sinne sind wir als Dienstleister und Handwerksinnungsbetriebe weiterhin für Sie da.

Wir halten Sie weiterhin verkehrssicher und mobil. Gut, dass es Autos gibt!

Für Ihre Treue zu unserer Innung darf ich mich im Namen aller Innungsmitglieder bedanken. Gerade in der besonderen Zeit der Corona-Pandemie haben Sie als Freunde und Kunden zu uns gehalten.

Ich wünsche Ihnen, Ihren Familienangehörigen und Mitarbeitern sowie allen PAZ-Lesern ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und einen gesunden Start in das Jahr 2022.

Ihr
Joachim Schmidt
Obermeister der Kfz-Innung Peine