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Das Tiermagazin für Peine und Umgebung

Peiner Tierschutzverein besteht jetzt 90 Jahre

Tipps des Tierheims für die Hundevermittlung

Peiner Tierschutzverein besteht jetzt 90 Jahre Bildunterschrift anzeigen Bildunterschrift anzeigen

Die Mitarbeiter des Peiner Tierheim und viele ehrenamtliche (darunter auch der Tierschutz-Vereins-Vorstand und Beirat) kümmerten sich um die zahlreichen Besucher des Sommerfests.

Der Peiner Tierschutzverein ist die bekannteste Tierschutzorganisation im Raum Peine und betreibt auch das Tierheim in der Fritz-Stegen-Allee in der Peiner Südstadt. Der Verein wurde schon 1929 gegründet. Die Initiative hat Margarete Meyer ergriffen. Sie war die Frau des Kommerzienrats Gerhard Meyer, der von 1918 bis 1942 Vorstandsvorsitzender der Ilseder Hütte war.Margarete Meyer richtete am 20. März 1929 einen Aufruf an die Bevölkerung, dem Verein beizutreten. Der Tierschutzverein Peine und Umgegend e. V., wie er genau heißt, wurde dann am 17. April 1929 gegründet und hat heute rund 500 Mitglieder.  

Ehrenamtliche Helfer werden immer gesucht

Der Vorstand besteht aus fünf ehrenamtlichen Mitgliedern, die jeweils auf zwei Jahre gewählt werden. Er wird bei seiner Arbeit vom Beirat, bestehend aus bis zu zehn Mitgliedern, unterstützt. Die Arbeit im Tierheim wird von hauptberuflichen Tierpflegerinnen und ehrenamtlichen Helfern auf der Grundlage der Tierheimordnung geleistet. Die medizinische Betreuung der Tiere erfolgt durch Dr. Georg Heiber, der auch Mitglied des Vorstands ist. Vorsitzender des Peiner Tierschutzvereins ist Hansgünter Kleffmann, sein Stellvertreter seit einigen Wochen Günter Diederichs. Den Posten des Schatzmeisters bekleidet Bernd Krüger. Schriftführerin ist Stephanie Geppert.

Die Leitung des Tierheim hat jetzt Heike Brakemeier, Sandra Pappermann unterstützt sie in der Leitungsfunktion.

Der Verein vertritt den Tierschutzgedanken und will durch Aufklärung, Beratung und gutes Beispiel Verständnis für das Wesen der Tiere wecken, ihr Wohlergehen fördern sowie Tierquälerei oder Tiermisshandlung verhüten. Bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz soll er ohne Ansehen der Person des Täters eine strafrechtliche Verfolgung veranlassen.

Das Peiner Tierheim bietet Fundtieren und gegebenenfalls auch Abgabetieren ein vorübergehendes Zuhause. Nach der Aufnahme werden alle Tiere tierärztlich untersucht und gegebenenfalls behandelt. „Oft erleben diese Tiere bei uns das erste Mal, dass eine Hand auch streicheln und eine Stimme auch liebevoll zu ihnen reden kann“, erklärt die Tierheimleitung.

BERATUNG FÜR TIERHALTER

Vor der nicht immer leichten Vermittlung der Tiere steht die Beratung zukünftiger Besitzer: zum Beispiel bezüglich der Haltung von Hunden in Etagenwohnungen, zur Ernährung und Integration in Familien. Bei den Katzen steht die Eingrenzung der Fortpflanzung durch Kastration im Vordergrund. Ein großer Erfolg des Tierschutzvereins waren in den vergangenen Jahren Kastrationsverordnungen in Peine und Edemissen. Der Verein hofft, daß auch die anderen Landgemeinden folgen.

Bei der Vermittlung der Tiere wird viel Wert darauf gelegt, dass der neue Tierbesitzer und das Tier gut zusammenpassen. So werden Hunde erst nach einer „Probezeit“ abgegeben. Auch bei Katzen ist die Kontaktaufnahme vor der Vermittlung obligatorisch. Selbstverständlich sind alle Tiere geimpft und alle Katzen mit Ausnahme der Jungtiere sind kastriert. Für diese gibt es dann einen Kastrationsgutschein.

Der Verein hat 1996 einen Kastrationsfonds für Katzen gegründet. Aus diesem Fonds können unter bestimmten Bedingungen Zuschüsse zu den tierärztlichen Kastrationskosten bezahlt werden.

KONTROLLEN

Ehrenamtliche Tierschutzberater gehen angezeigten Tierquälereien nach und machen Vor- und Nachkontrollen für vermittelte Tiere. Sie geben Tipps im Umgang mit Tieren und stehen interessierten Menschen mit Rat und Tat zur Seite. „Menschen, die aus räumlichen oder persönlichen Gründen keine Tiere halten können, bieten wir Patenschaften an oder ermöglichen ihnen, mit den Tierheimhunden spazieren zu gehen“, erklärt der Verein.

Reiselustige Tierhalter können ihre Lieblinge im Tierheim gegen Kostenerstattung in Pension geben. Rechtzeitige Anmeldung ist wichtig, am besten etwa drei bis vier Wochen vor Pensionsbeginn.

ÖFFNUNGSZEITEN

Mo, Di und Fr: 15 bis 17 Uhr, Sa und So: 11 bis 13 Uhr, Mi, Do und Feiertage geschlossen

KONTAKT

Tierheim Peine
Fritz-Stegen-Allee 20
31226 Peine
Telefon 05171 52558
E-Mail info@tierheim-peine.de

Tipps des Tierheims für die Hundevermittlung

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© websubstance/123RF

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ein Vermittlungs- bzw. Informationsgespräch seine Zeit benötigt. Hierbei müssen wir Ihnen auch private Fragen zum Beispiel zur Wohn- oder familiären Situation stellen. Diese dienen ausschließlich dazu, für Sie einen geeigneten Vierbeiner zu finden. Nehmen Sie sich Zeit, den Hund kennenzulernen! Kommen Sie so oft wie möglich ins Tierheim, führen Sie den Hund aus, verbringen Sie Zeit mit ihm und geben Sie ihm die Chance, auch Sie kennenzulernen. Familienangehörige und Artgenossen, mit denen der Hund zukünftig direkt zusammenlebt, sollten ebenfalls vor der Adoption vorgestellt werden.

Wir führen routinemäßig Vor- und gegebenenfalls auch Nachkontrollen im Rahmen einer Vermittlung durch. Die Vorkontrollen sollen sicherstellen, dass die Hunde in ein geeignetes Umfeld vermittelt werden und verhindern, dass Sie in die Situation kommen, den Hund wieder abgeben zu müssen. Uns liegt Ihr Wohlergehen und das des Hundes am Herzen.

Wir bitten Sie, auch ein Auge auf unsere „Sorgenfelle“ zu werfen. All unsere Schützlinge haben eine Chance auf ein neues Zuhause verdient.

Sollten Sie einen vermittelten Hund – egal aus welchen Gründen – wieder abgeben müssen, so wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an uns. Wir setzen alles daran, dass es gar nicht so weit kommt, möchten unsere Schützlinge aber auch wieder in unserer Obhut wissen, sollte dies notwendig sein.

Wenn Sie ein Tier gefunden haben ...

Fundtiere sind Tiere, die üblicherweise von Menschen gehalten werden.
Wild lebende Tiere sind keine Fundtiere, in diesen Fällen ist der zuständige Jagdpächter oder der NABU Leiferde, Telefon 05373 6677 (24h besetzt), zu informieren
In der Regel ist das Ordnungsamt der Gemeinde, in der das Tier gefunden wurde, zu informieren.
Manche Gemeinden unterhalten in den arbeitsfreien Zeiten einen Notdienst.
In Notfällen, und nur dann, kann der Finder die Telefonnummer des amtlichen Notdienstes bei der ständig besetzten Rettungsleitstelle, Telefon 0531 23450, erfragen.
Auf Anordnung der zuständigen Stelle hat der Finder das Fundtier bei einer vom Amt bestimmten Stelle abzugeben.