Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Anzeige

Dachdeckerverband: "Wir werden immer mehr"

Dachdeckerverband: "Wir werden immer mehr" Bildunterschrift anzeigen Bildunterschrift anzeigen

Foto: ZVDH

8.734 Auszubildende gibt es derzeit über alle drei Lehrjahre hinweg im Dachdeckerhandwerk. Damit haben sich rund 1.000 junge Menschen mehr als im letzten Jahr für den Dachdeckerberuf entschieden. „Das ist ein deutlicher Anstieg von über 13 Prozent. Damit konnten wir die Zuwachsrate nochmals steigern, denn diese lag im Vorjahr bei rund sieben Prozent“, freut sich Rolf Fuhrmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH). Damit steige die Azubizahl seit vier Jahren in Folge, beim 1. Lehrjahr sogar seit bereits fünf Jahren. Die Befürchtung, dass die Pandemiejahre zu einem Rückgang der Auszubildenden im Dachdeckerhandwerk führen könnten, habe sich somit glücklicherweise nicht bestätigt, im Gegenteil, wie die Zahlen eindrucksvoll zeigten, macht Fuhrmann klar.   

Deutlicher Zuwachs bei den Auszubildenden-Zahlen und weniger Abbrecher

Besonders erfreulich findet Rolf Fuhrmann die steigende Zahl weiblicher Azubis: „Aktuell bilden wir 212 junge Frauen im Dachdeckerhandwerk aus, im Vorjahr waren es 166, und davor 147. Auch wenn die Frauen-Quote insgesamt mit 2,4 Prozent noch sehr niedrig ist, sehen wir doch ein zunehmendes Interesse.“ Eine weitere gute Nachricht: Die Quote der Abbrecher ist bundesweit gesunken, und auch hier über alle Lehrjahre hinweg. „Eine doch recht hohe Zahl von Auszubildenden, die aus ganz verschiedenen Gründen ihre Lehre abgebrochen haben, hat uns in den vergangenen Jahren schon beschäftigt. Aber der Abbruch-Trend konnte deutlich gebremst werden. Auch das ist für uns ein Anlass zur Freude,“ zeigt sich Fuhrmann sehr zufrieden.

Über die Gründe könne man allerdings nur spekulieren. Aber die Botschaft, dass das Dachdeckerhandwerk krisensicher sei und auch in Pandemiezeiten fast uneingeschränkt arbeiten konnte, habe sicherlich dazu beigetragen. Auch die bundesweiten Nachwuchs-Aktionen auf allen Kanälen mit authentischen Bildern und Filmen aus dem Dachdeckerhandwerk seien anscheinend auf fruchtbaren Boden gefallen. Jungen Leuten, die sich informieren wollen, rät Fuhrmann, die Webseite www.dachdeckerdeinberuf.de zu besuchen. Hier könne man sich auch schnell und unkompliziert für ein Praktikum oder eine Lehrstelle bewerben.

Dachdeckerverband:
Innungs-Obermeister Carsten Hoffmann blickt optimistisch in die Zukunft. Foto: privat

Daran erinnert auch Carsten Hoffmann, Obermeister der Peiner Dachdeckerinnung: „Jugendliche, die sich für den Beruf interessieren, können in den Betrieben gerne ein Praktikum absolvieren, um einfach mal hineinzuschnuppern und erste Erfahrungen zu sammeln“, betont er. „Denn Nachwuchskräfte werden bei uns immer gesucht.“ Umso wichtiger sei es daher auch seitens der Unternehmen, frühzeitig nach geeigneten Azubis Ausschau zu halten. „Doch wir arbeiten seit Jahren bereits eng mit den Berufsschulen zusammen und wollen die Werbetrommel auch verstärkt an allgemeinbildenden Schulen rühren, um auf die vielfältigen Möglichkeiten aufmerksam zu machen.“ Schließlich sei der Beruf des Dachdeckers nicht nur ein sehr kreativer und abwechslungsreicher Beruf, sondern habe den Jugendlichen auch viel zu bieten. „Denn Handwerker, die den Menschen ein sicheres Dach über dem Kopf bieten, werden immer gesucht.“ Quelle: ZVDH