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Bauen und Wohnen

Bei Kunstharzputzen auf Wohngesundheit achten

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Wer aus der Wand mehr als eine weiße Fläche machen möchte, hat mit Kunstharzputzen alle Möglichkeiten, die eigene Wohnumgebung nach Lust und Laune zu gestalten. FOTO: BIALASIEWICZ/123RF.COM/GEV

Haus- und Wohnungsbesitzer haben alle Freiheiten beim kreativen Gestalten

Glatte Oberfläche oder mit Struktur, weiß oder farbig, matt oder glänzend - mit Putzen kann man die eigenen vier Wände wirkungsvoll gestalten. Das gilt für die Fassade, aber vor allem auch für Innenräume. Ob Wohnbereich, Schlafräume, Kinderzimmer oder Bad - in Esszimmer, jedem Raum gibt es unzählige Möglichkeiten, Wände und Decken kreativ mit Putzen zu gestalten. Der Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt.

Für die Verarbeitung stehen Heimwerkern und Profis im Wesentlichen zwei Gruppen von Putzen zur Verfügung. Zum einen mineralische Putze, die aus Kalk, Zement, Gips, Tonerde, Quarzit oder Lehm bestehen. Dank ihrer Inhaltsstoffe sind diese Putze diffusionsoffen, das heißt sie können Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Auf diese Weise helfen sie bei der natürlichen Regulierung des Raumklimas. Allerdings können sich bei mineralischen Putzen als Reaktion auf Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen Risse bilden.

Mediterran, romantisch oder sachlich-kühl: Mit Kunstharzputzen lassen sich Innenräume nach den eigenen Vorstellungen und passend zur Möblierung gestalten. FOTO: MIHALIS77/123RF.COM/GEV
Mediterran, romantisch oder sachlich-kühl: Mit Kunstharzputzen lassen sich Innenräume nach den eigenen Vorstellungen und passend zur Möblierung gestalten. FOTO: MIHALIS77/123RF.COM/GEV

Und genau dort kommt die Stärke der Kunstharzputze ins Spiel, auch bekannt als Dispersionsputze: Ihre hohe Flexibilität verhindert Risse oder Abplatzungen - auch bei stark schwankenden Raumtemperaturen und Feuchtigkeitsgraden. Diese Eigenschaft verdanken Kunstharzputze ihren Inhaltsstoffen. Neben Kunstharz als Bindemittel gehören dazu diverse organische oder mineralische Füllstoffe. Im Unterschied zu mineralischen Putzen sind Kunstharzputze nicht dampfdiffusionsoffen. Deshalb ist es sehr wichtig, die Räume entsprechend gut zu lüften. Um die Vorteile beider Putzarten zu vereinen, haben die Hersteller inzwischen Produkte entwickelt, die mineralische Inhaltsstoffe mit Kunstharz kombinieren. So gibt es zum Beispiel mit Silikaten und Silikonen versetzte Kunstharzputze, die teilweise diffusionsoffen sind.

Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe hatten Kunstharzputze lange Zeit nicht den besten Ruf, was ihre Eigenschaften im Hinblick auf Emissionen betrifft. Doch das hat sich geändert, denn inzwischen gibt es einige wohngesunde Produkte. Wichtig: Verbraucherinnen und Verbraucher sollten bei der Produktwahl, auch wenn ein Handwerker diese übernimmt, auf das Emicode-Zeichen achten. Mit der Kennzeichnung von Innenputzen macht das Emicode-Siegel emissionsarme und gesundheitlich verträgliche Alternativen auf einen Blick erkennbar. Ausgezeichnet werden nur Kunstharzputze, die den strengen Emissionsvorgaben an flüchtige organische Verbindungen (VOCs) gerecht werden. Das Emicode-Zeichen kommt so den wachsenden Ansprüchen an ein gesundes Wohnumfeld entgegen.