Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Anzeige

„Wir brauchen dringend nachhaltige Investitionen

Internationaler Tag der Pflegenden am 12. Mai – Pflegebranche mit klaren Forderungen

„Wir brauchen dringend nachhaltige Investitionen Bildunterschrift anzeigen Bildunterschrift anzeigen

Der Internationale Tag der Pflegenden macht jedes Jahr am 12. Mai auf die Bedarfe im Gesundheitssystem sowie die Leistung aller Pflegekräfte aufmerksam. FOTO: CLEMENS HEIDRICH/ARCHIV

Der internationale Aktionstag „Tag der Pflegenden" findet jedes Jahr am 12. Mai, dem Geburtstag der britischen Krankenschwester Florence Nightingale, statt. Die Tochter einer wohlhabenden britischen Familie wurde am 12. Mai 1820 in Florenz geboren und gilt als die Pionierin der modernen Krankenpflege. An ihrem Geburtstag wird daher ihr zu Ehren der Internationale Tag der Pflegenden begangen. Außerdem nutzt die Pflegebranche diesen Tag, um ihren Wünschen und Forderungen an die Politik im Rahmen des Aktionstages besonderes Gehör zu verschaffen.

Das Motto des Internationalen Tags der Pflegenden lautet in diesem Jahr: ,,Nurses: A Voice to Lead. In die Pflege investieren - Rechte respektieren für globale Gesundheit". Es gehe darum, dass Pflegende mehr Investitionen brauchen, damit sie gute Pflegequalität für alle leisten und ihre wichtige Rolle im Gesundheitssystem ausfüllen können, so schreibt es der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) auf seiner Homepage.

Dass Pflegerinnen und Pfleger tragende Säulen der Gesundheitsversorgung sind, ist im Rahmen der Corona-Pandemie noch stärker ins Bewusstsein der Menschen gerückt. Während andere Branchen in den Lockdown gingen, machten die Pflegenden unter hohem persönlichem Risiko für sich und ihre Angehörigen weiter.

DBfK-Präsidentin Christel Bienstein: „Es reicht nicht aus, den beruflich Pflegenden mit einmaligen Zahlungen Danke zu sagen. Wir leiden unter einem jahrzehntelangen Reformstau und brauchen dringend nachhaltige Investitionen in die Profession Pflege, die für langfristige Verbesserungen der Rahmenbedingungen und vor allem der Personalausstattung sorgen. Eine Milliarde Euro sind viel Geld, dies darf nicht als Alibi für ausbleibende Investitionen herhalten. Wir sehen dieses Risiko angesichts der hohen Ausgaben, die durch die Pandemie und den Krieg in der Ukraine auf uns zu kommen. Wir nehmen Bundesminister Lauterbach beim Wort, wenn er verspricht, dass es nicht bei Bonuszahlungen bleibe, sondern er die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung verbessern will. Außerdem fordern wir spürbare Investitionen in die Qualifizierung von Fachpersonal, von Pflegeassistenz bis zum Hochschulabschluss."