Vorm Keller-Duell in Augsburg

VfL: Roussillon-Ausfall droht, van Bommel stichelt

Ausfall droht: VfL-Linksverteidiger Jerome Roussillon (l.).

Ausfall droht: VfL-Linksverteidiger Jerome Roussillon (l.).

Wolfsburg. Es ist eine unrunde Woche beim VfL Wolfsburg vor dem wichtigen Keller-Duell am Sonntag (15.30 Uhr) beim FC Augsburg. Zum einen, weil Trainer Florian Kohfeldt mit Corona ausfällt und auch beim Spiel sehr wahrscheinlich nicht auf der Bank sitzen wird - diese Entscheidung fällt wohl erst am Samstag. Zum anderen, weil sein Vertreter Vincent Heilmann erst nach und nach die Nationalspieler wieder im Training begrüßen kann und weil für die Partie in Augsburg gleich eine ganze Reihe von Spielern wackelt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Allen voran Jerome Roussillon, der auch am Mittwoch nicht trainieren konnte. Er sei recht stark erkältet, teilte der VfL auf Nachfrage mit. Da mit Paulo Otavio der zweite Linksverteidiger im Kader mit schwerer Knieverletzung längerfristig ausfällt, müssen Kohfeldt/Heilmann auf der Position improvisieren. Erster Kandidat ist Yannick Gerhardt, der nach Kohfeldts Amtsübernahme im Herbst als einer der Gewinner des Trainerwechsels galt, aber zuletzt siebenmal in Folge nicht in der Startelf stand.

Ridle Baku und Maximilian Arnold trainierten am Mittwoch nur individuell, Luca Waldschmidt absolvierte Lauftraining. Dafür war Xaver Schlager als erster Nationalspieler wieder auf dem Platz dabei. Die anderen Länderspiel-Teilnehmer wurden im Laufe des Tages zurückerwartet - bis auf Youngster Kevin Paredes, der erst am Donnerstag von der U20 der USA zurückkehrt.

Lesen Sie auch

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Torwart Koen Casteels weilt wegen seiner Hüftprobleme weiterhin zur Behandlung in Belgien, der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist offen, ein Einsatz am Sonntag ist mehr als fraglich. Vertreter Pavao Pervan, der bei allen seinen Pflichtspieleinsätzen in dieser Saison Niederlagen kassierte, bekommt damit voraussichtlich die Chance, endlich seine ersten Punkte einzufahren.

Die braucht der VfL in Augsburg - sonst wird es im Keller noch mal richtig eng. Im ungünstigsten Fall kann der Vorsprung auf Relegationsrang 16 auf zwei Zähler schmelzen. Durch die Wertung des abgebrochenen Gladbach-Spiels in Bochum haben die Wolfsburger bereits einen Rang eingebüßt, sind aktuell auf Platz 13. Eine Platzierung, die für eine kleine Stichelei des Ex-Trainers gesorgt hat. „Wenn man die Tabelle anschaut, habe ich das gar nicht so schlecht gemacht“, sagte Kohfeldt-Vorgänger Mark van Bommel am Rande des DFB-Länderspiels in Amsterdam am ARD-Mikro. Als der Niederländer nach nur neun Spieltagen gehen musste, war der VfL Neunter. Weiter ausholen wollte er dazu nicht: „Was in Wolfsburg passiert ist, dazu kann ich einiges erzählen, aber das mache ich nicht...“ Seit seinem Abschied aus Wolfsburg hatte sich der 44-Jährige öffentlich nicht zum VfL geäußert.

Ob Kohfeldt auf die Spitze seines Vorgängers eingehen wird, ist offen - Gelegenheit dazu hätte er aber trotz Corona: Für die obligatorische Pressekonferenz am Freitag wird er aus der Quarantäne zugeschaltet.

Von Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel

Mehr aus Sport regional

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.