Nach erreichtem Klassenerhalt

Manager Schmadtke signalisiert: VfL will mit Kohfeldt in die neue Saison gehen

Machen in der neuen Saison zusammen weiter: VfL-Manager Jörg Schmadtke (l.) und Trainer Florian Kohfeldt.

Machen in der neuen Saison zusammen weiter: VfL-Manager Jörg Schmadtke (l.) und Trainer Florian Kohfeldt.

Stuttgart. Florian Kohfeldt soll auch über den Sommer hinaus Trainer beim VfL bleiben. Das bestätigte Manager Jörg Schmadtke nur wenige Minuten nach dem 1:1 des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten am Samstag in Stuttgart und dem damit sicheren Klassenerhalt. „Gehen Sie davon aus, dass wir mit ihm in die neue Saison gehen“, sagte Schmadtke am Sky-Mikrofon auf die Frage, ob der Klub mit dem 39-Jährigen weitermacht.

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Kohfeldt ist es nach einer wechselhaften Saison zumindest gelungen, mit der Mannschaft das Minimalziel Liga-Verbleib zu erreichen. Freudensprunge machte Schmadtke deswegen aber nicht: „Wir hatten eigentlich andere Ziele, die aber aus den unterschiedlichsten Gründen nicht realisierbar waren.“ Doch Kohfeldt darf seine Arbeit in der Autostadt fortsetzen. „Wir werden in dieser Konstellation – so ist mein Gefühl – in die neue Saison gehen, davon bin ich überzeugt. Wir haben etwas vor nächstes Jahr“, so der Coach.

Allerdings verdeutlichte Schmadtke auch: „Natürlich werden wir nach der Saison Gespräche führen und analysieren.“ Der erfahrene Manager stellte sich aber auch erneut hinter seinen Trainer und betonte, dass Kohfeldt nicht jede der viele schwierigen Phasen in der laufenden Spielzeit zu verantworten habe. Kohfeldt hatte erst im Oktober die Nachfolge von Mark van Bommel übernommen.

Auf der Trainer-Position herrscht offenbar Klarheit – in den kommenden Wochen geht’s verstärkt auch um die Kaderplanung. „Natürlich werden wir jetzt vermehrt Gespräche bezüglich der neuen Saison führen“, so Kohfeldt. Doch erst mal will der VfL die Spielzeit ordentlich zu Ende bringen, es stehen noch Partien in Köln und gegen Meister Bayern München an. Der Wolfsburg-Trainer: „Wir werden alles dafür tun, die nächsten beiden Spiele erfolgreich zu bestreiten. Ich finde es wichtig, dass wir uns gut aus der Saison verabschieden.“

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In Stuttgart hätten die Niedersachsen insgesamt „gut verteidigt“, so Schmadtke, „leider haben wir einmal nicht aufgepasst“. Der 58-Jährige hätte sich gewünscht, dass die Wolfsburger mehr auf das 2:0 gehen. Taten sie aber nicht – und so reichte der Führungstreffer durch John Anthony Brooks aus der ersten Halbzeit eben nicht zum Sieg, sondern „nur“ zum Remis, aber gleichwohl zum Klassenerhalt. Heute ist ein guter, freudiger Tag“, so Kohfeldt. „Wir waren alle angespannt die letzten Monate und wissen, wie viel Kraft es gekostet hat.“ Chris Führich hatte kurz vor Schluss den Ausgleich erzielt. Das hatte sich abgezeichnet, konzentrierten sich die Niedersachsen in der zweiten Hälfte fast ausschließlich aufs Verteidigen. Schmadtke bezeichnete die Partie als „Symbolbild der ganzen Saison“.

Ähnlich sah es auch VfL-Urgestein Maximilian Arnold. Auch er sprach bei Sky von einem „Spiegelbild“ der bisherigen Spielzeit. „Wir hatten die Möglichkeiten, um das Spiel zu entscheiden. Aber der VfB hat gut gekämpft, alles reingeschmissen“, analysierte Arnold. Das Gegentor sei allerdings etwas „billig“ gefallen, gab der 27-Jährige zu.

Arnold war aber vor allem erleichtert, dass der Liga-Verbleib nun perfekt ist. „Ich habe jedes Spiel gemacht und damit auch meinen Teil dazu beigetragen, dass wir so eine Saison gespielt haben“, betonte der Mittelfeldspieler. Daher stelle er für die neue Spielzeit zum jetzigen Zeitpunkt keine Ansprüche. „Ich freue mich, dass ich nach der Saison den Reset-Knopf drücken kann“, so der 27-Jährige.

Ebenfalls erfreulich: Wolfsburgs Routinier Max Kruse bestritt in Stuttgart übrigens sein 300. Liga-Spiel, bleibt im Ländle allerdings weiterhin ohne eigenes Tor. Dennoch gab es zum Jubiläum ein Kompliment vom Teamkollegen Arnold: „Wenn man Max holt, weiß man, was man dazu bekommt. Herzlichen Glückwunsch, das ist schon eine tolle Leistung.“

Von Florian Schulz und Marcel Westermann

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