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VfL-Trainersuche

Kein Wechsel nach Wolfsburg: Jaissle verlängert in Salzburg

Bleibt in Salzburg: Matthias Jaissle.

Bleibt in Salzburg: Matthias Jaissle.

Salzburg. Matthias Jaissle wird nicht Trainer des VfL Wolfsburg. Die ehemalige Hoffenheim-Profi hat seinen Vertrag beim österreichischen Top-Klub RB Salzburg. Das teilte der Verein am Donnerstag mit. Der 34 Jahre alte gebürtige Nürtinger war zuvor bei mehreren Bundesliga-Klubs im Gespräch gewesen, unter anderem beim VfL.

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Jaissle galt bereits vor den Verpflichtungen von Mark van Bommel im vergangenen Sommer und Florian Kohfeldt im Herbst als Wolfsburg-Kandidat. In der abgelaufenen Saison hatte er mit RB die Champions-League-Gruppenphase überstanden, sich dabei unter anderem gegen den VfL durchgesetzt. Zudem holte er das Double aus Meisterschaft und Pokal und schaffte den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse, scheiterte dort am FC Bayern.

Unmittelbar nach dem Kohfeldt-Aus beim VfL am vergangenen Sonntag war Jaissle bereits als möglicher Nachfolger in Wolfsburg gehandelt worden, schon zu diesem Zeitpunkt ging seine Tendenz aber zu einem Verbleib in Salzburg. Endstation. „In dem Fall bin ich absoluter Überzeugungstäter. Die Aufgabe hier in Salzburg ist für mich eine Herzenssache. Ich fühle mich im Verein und in der Region pudelwohl, weiß die Bedingungen und das ganze Umfeld hier sehr zu schätzen“, sagte Jaissle in einer Vereinsmitteilung.

Bei der Wolfsburger Trainersuche rückt derweil mit Niko Kovac ein weiterer Bundesliga-Bekannter ins Blickfeld. Nach einem Bericht des Kicker sollen Volkswagen und der von VW dominierte Aufsichtsrat der VfL-GmbH den ehemaligen Frankfurt- und Bayern-Coach für die beste Lösung halten. Kovac selbst, bis zum Winter Coach beim Ligue-1-Klub AS Monaco, soll aber mit einem Wechsel nach England liebäugeln, ein Engagement in der Bundesliga wäre für ihn offenbar nur zweite Wahl.

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Dass durchsickert, welche Kandidaten bei VW hoch im Kurs stehen, wirft derweil ein schlechtes Licht auf die inneren Strukturen des VfL. Denn weder VW noch der Aufsichtsrat sind für die Trainersuche zuständig - das ist Sache von Sportgeschäftsführer Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer, die sich allerdings schon beim Kohfeldt-Aus nicht einig waren. Schmadtke hätte trotz eigener Bedenken gern mit dem Ex-Bremer weitergemacht, konnte sich aber gegen Schäfer und den Aufsichtsrat nicht durchsetzen.

Dabei scheint nun nicht ganz klar, wer bei der Trainersuche des VfL eigentlich federführend ist. Viel spricht dafür, dass die Entscheidung im Wesentlichen bei Schäfer liegt - auch, weil Schmadtke zu Beginn des kommenden Jahres den VfL verlassen wird und der ehemalige Linksverteidiger dann sein Nachfolger in der Geschäftsführung werden soll.

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Auf der Liste der Trainer, die mit dem VfL in Verbindung gebracht werden, standen zuletzt auch Thomas Reis (VfL Bochum) und Vincent Kompany (RSC Anderlecht). Reis hatte bereits erklärt, sich eine Wolfsburger Anfrage anhören zu wollen, Kompany muss mit seinem Klub am kommenden Sonntag noch das Saisonfinale in Belgien bestreiten.

Auch Kölns Steffen Baumgart wurde als Kandidat genannt, sein Klub würde aber den 2023 auslaufenden Vertrag mit dem Trainer gern verlängern. Baumgart selbst habe bestätigt, „dass er bleiben will“, wie Geschäftsführer Christian Keller jetzt dem Kölner Stadt-Anzeiger sagte. Nun gehe es darum, “die Formalien“ zu klären.

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Unterdessen hat sich Frank Baumann, Sportchef bei Kohfeldts Ex-Klub Werder Bremen, zum Aus seines ehemaligen Trainers in Wolfsburg geäußert. Er sei „schon ein bisschen überrascht“ gewesen, “weil ich andere Signale bekommen hatte. Florian ist mit Leib und Seele Trainer. Er hat eine sehr schwierige Situation sehr ordentlich gehändelt“, so Baumann gegenüber dem Internetportal “Deichstube“. Es sei „sehr schade für ihn“, so der 46-Jährige weiter, denn “ich glaube, mit einer Vorbereitung hätte er in Wolfsburg einiges bewegen können.“

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