VfL-Innenverteidigung

Brooks-Nachfolger? Jetzt wittert van de Ven seine große Chance

Feierte in Köln sein Startelf-Debüt für den VfL: Innenverteidiger Micky van de Ven (r.).

Feierte in Köln sein Startelf-Debüt für den VfL: Innenverteidiger Micky van de Ven (r.).

Wolfsburg. Es war kein einfaches erstes Jahr für Micky van de Ven beim VfL: Erst musste sich der junge Niederländer bei seinem neuen Klub zurechtfinden, dann bremste ihn eine Oberschenkelverletzung aus. Doch nun ist der Innenverteidiger voll da, feierte beim 1:0-Sieg in Köln seine Startelf-Premiere für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten – und wittert seine große Chance, wenn die Abwehr zur kommenden Spielzeit neu strukturiert wird.

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Maxence Lacroix könnte den VfL verlassen, schließlich hatte der Franzose schon vor einem Jahr mit einem Abschied in Richtung RB Leipzig geliebäugelt. Fest steht hingegen bereits, dass John Anthony Brooks am Samstag (15.30 Uhr) gegen Bayern München sein letztes Spiel für Wolfsburg machen wird, der Vertrag des US-Amerikaners wird nicht verlängert – damit wird ein Platz in der Innenverteidigung frei. Für van de Ven? „Ich hoffe und denke, dass ich den Platz von Jay einnehmen kann“, gibt sich der 21-Jährige kämpferisch. dafür müsse er „eine gute Vorbereitung absolvieren“, sagt er. Die Idee, dass er den VfL nach nur einem Jahr wieder verlässt oder verliehen wird, gebe es nicht.

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In dieser Saison kam van de Ven nur in vier Pflichtspielen (117 Minuten) zum Einsatz. Das hatte sich Wolfsburgs Nummer 5 ganz anders vorgestellt. „Zu Beginn war alles neu. Mir war klar, dass ich nicht direkt in den Kader kommen werde, aber dann hatte ich die Hoffnung, in der zweiten Saisonhälfte mehr zu spielen.“ Doch dann zog sich der Abwehrmann bei seinem Kurzeinsatz Anfang Februar gegen Greuther Fürth eine Oberschenkelverletzung zu – und fiel erst mal aus. „So eine Verletzung im ersten Jahr bei einem neuen Klub ist für den Kopf natürlich eine Katastrophe“, so van de Ven ehrlich.

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Aber er steckte nicht auf, arbeitete fleißig an seinem Comeback – und gab dieses vor eineinhalb Wochen beim 1:1 in Stuttgart. Damit die Saison für ihn persönlich noch ein halbwegs versöhnliches Ende nimmt, würde er sich freuen, „wenn ich gegen München noch ein paar Minuten machen kann“. Das dürfte aber vor allem davon abhängen, ob Jerome Roussillon nach seinem Schlag auf den Fuß wieder einsatzfähig ist. Am Mittwoch machte der Franzose jedenfalls schon wieder Teile des Mannschaftstrainings mit. Koen Casteels, der beim FC wegen Schulterproblemen gefehlt hatte, übte individuell.

Ein erneuter Van-de-Ven-Einsatz ist denkbar. In Köln jedenfalls machte er seine Sache als Linksverteidiger ordentlich. Auf dieser Position habe er „in den Niederlanden schon ein paar Mal gespielt“, erzählt der Youngster. Aber er hat auch gemerkt, dass das Tempo in der Bundesliga viel höher ist als in der 2. niederländischen Liga, in der er mit dem FC Volendam gespielt hatte. „In Holland ist es so, dass du auch mal zehn bis 20 Minuten ruhiger spielen kannst. Aber wenn du hier den Ball hast, kommt direkt ein Gegenspieler mit Vollgas auf dich zu“, so der VfL-Profi.

Das dürfte ihm im Falle eines Einsatzes auch gegen Robert Lewandowski, Thomas Müller, Serge Gnabry und Co. blühen. Doch van de Ven bleibt ruhig. „Für mich ist nicht wichtig, gegen wen ich spiele“, sagt der Wolfsburger, der auch in der Kabine eher ruhiger, aber für den einen anderen Spaß zu haben ist und in seiner Freizeit gern an der Konsole Fifa, Fortnite oder Warzone zockt und gern schläft. Er freue sich auf keinen Bayern-Star besonders. „Wenn du jung bist, träumst du davon, gegen Lewandowski, Sané oder Müller zu spielen. Aber am Samstag spielt das für mich keine Rolle, ob Lewandowski oder mein ehemaliger Stürmer von Volendam mein Gegenspieler ist.“

Nach der Partie gegen den FC Bayern ist van de Vens erstes VfL-Jahr vorbei. Obwohl es schwer war, ist der Niederländer nach wie vor glücklich über den Wechsel, den Mino Raiola eingetütet hatte. Dass der Spielerberater, der auch Stars wie Erling Haaland betreut hat, Ende April nach langer Krankheit verstorben ist, „war schwer für mich“, so van de Ven. „Ich hatte guten Kontakt zu Mino und war auch bei seiner Beerdigung. Es war mir wichtig, mich von ihm zu verabschieden.“

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