„Begrenztes Territorium“

Hotelchefin auf Mallorca will Urlauberzahl limitieren

Dicht gedrängt: Auf Mallorca ist es wieder so voll wie vor der Pandemie.

Dicht gedrängt: Auf Mallorca ist es wieder so voll wie vor der Pandemie.

In den letzten beiden Jahren ging es auf der Lieblingsinsel der Deutschen etwas ruhiger zu. Doch seit die wegen der Corona-Pandemie verhängten Reisebeschränkungen größtenteils gefallen sind, tummeln sich auf Mallorca wieder die Massen. Das kurbelt zwar die Wirtschaft an, gefällt aber trotzdem nicht allen in der Tourismusbranche.

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Wie die „Mallorca Zeitung“ berichtet, hat sich die Eigentümerin der Hotelkette Riu, Carmen Riu, bezüglich der Zahl an Urlauberinnen und Urlauber kürzlich für eine Obergrenze ausgesprochen. „Ich habe immer die Ansicht vertreten, dass es nötig ist, den Tourismus auf den Inseln zu beschränken. Wir können nicht so viele Menschen nach Mallorca bringen, wie wir es gerne hätten, weil es sich um ein begrenztes Territorium handelt“, sagte Riu nach Angaben der Zeitung bei der Vorstellung des Jahresberichts der Kette.

Riu: Zu viele Gästebetten auf Mallorca

Riu, die diese Forderung im Oktober 2019 schon einmal stellte, sei der Meinung, dass es auf der Insel zu viele Gästebetten gebe. Zudem sei das „Angebot der Ferienvermietung überdimensioniert“. Wie ein solches Limit konkret aussehen und wer für eine mögliche Umsetzung verantwortlich sein soll – dazu sind in dem Zeitungsbericht keine Angaben zu finden.

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Auch ist fraglich, ob die Eigentümerin der Hotelkette bei ihrer Forderung hauptsächlich das Wohl der Insel und der mallorquinischen Bevölkerung im Blick hat. Würde tatsächlich eine Obergrenze eingeführt, dürften wohl auch weniger neue Hotels gebaut werden. Weniger neue Hotels, weniger Konkurrenz in der Branche.

Statistikinstitut nutzt Handydaten von Reisenden

Dennoch: Carmen Riu ist nicht die Einzige, die sich mit der hohen Besucherzahl auf der Insel beschäftigt. Wie das „Mallorca Daily Bulletin“ berichtet, führt Spaniens Nationales Statistikinstitut (INE) derzeit ein Versuchsprojekt durch, das an bestimmten Tagen die genaue Zahl von Touristinnen und Touristen auf allen Baleareninseln ermittelt. Gleichzeitig untersucht das INE, wie viele Bewohnerinnen und Bewohner sich an diesen Tagen außerhalb ihrer Heimatregion aufhalten.

Zur Ermittlung dieser Zahlen nutzt das Institut Daten aus verschiedenen Quellen: Zum einen werden Telefondaten von Urlauberinnen und Urlaubern aus dem Ausland herangezogen, zum anderen Daten der drei großen spanischen Mobilfunkbetreiber. Die Daten erhält das INE in zusammengefasster Form – ohne die Möglichkeit individueller Identifizierung.

Ziel des Projektes ist es, sich ein genaueres Bild von der Personenzahl auf den Balearen machen zu können. Eine besonders hohe Zahl wird im August erwartet. Nach Angaben des „Mallorca Daily Bulletin“ mehr als zwei Millionen Menschen. Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner macht mit knapp 1,2 Millionen dabei nur etwas mehr als die Hälfte aus.

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RND/jaf

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