Kehrtwende bei Ryanair

Ryanair-Chef findet Fliegen zu billig und sagt steigende Preise voraus

Ryanair-Chef Michael O’Leary findet: Fliegen ist zu billig. Bei der Airline werden die Preise steigen.

Ryanair-Chef Michael O’Leary findet: Fliegen ist zu billig. Bei der Airline werden die Preise steigen.

Ultragünstige Tickets und Preiskämpfe mit der Konkurrenz: Über Jahrzehnte hat Ryanair den europäischen Markt mit Billigflügen aufgemischt, nun hält auch der Chef des Billigfliegers, Michael O’Leary, das Fliegen für „zu billig“.

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„Ich finde es absurd, dass jedes Mal, wenn ich nach Stansted fliege, die Zugfahrt ins Zentrum von London teurer ist als der Flugpreis“, sagt O’Leary in einem Interview mit der „Financial Times“. Da das Fliegen „zu billig“ geworden ist, sei wahrscheinlich, dass die Flugpreise in den nächsten fünf Jahren steigen.

Auch Ryanair hebt die Preise von derzeit durchschnittlich 40 Euro auf mittelfristig 50 bis 60 Euro pro Flugticket an. Grund dafür sei eine Kombination aus hohen Ölpreisen und Umweltabgaben. Zudem wird die Luftfahrtindustrie laut O’Leary im nächsten Jahr „unter einem größeren Inflationsdruck stehen“. Es seien steigende Personalkosten und Flugsicherungsgebühren zu erwarten.

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Personalmangel und Streiks sorgen für Flugchaos – auch bei Ryanair

Bereits seit Wochen sorgt der Personalmangel in der Reisebranche für Chaos in Europas Flughäfen – Airlines und Airports hatten in der Corona-Krise zahlreiche Stellen abgebaut. Nach zwei Jahren Pandemie kehren die Passagierinnen und Passagiere nun in Massen zurück, doch die Unternehmen tun sich schwer damit, neues Personal zu finden.

Gleichzeitig streiken Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter mehrerer Airlines in verschiedenen Ländern – auch das Kabinenpersonal bei Ryanair. In Spanien kündigte die Gewerkschaft USO Streiktage am 13., 14., 15., 18., 19., 20., 21., 25., 26., 27. und 28. Juli an. Zuvor hatten Ryanair-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ende Juni und die erste Woche im Juli gestreikt. Die Gewerkschaft wirft dem Unternehmen vor, sich bei den Arbeitsbedingungen nicht an spanisches Recht zu halten.

Auch in Belgien und Portugal legten die Kabinencrews von Ryanair vom 24. bis zum 26. Juni die Arbeit nieder, in Frankreich vom 25. bis zum 26. Juni und in Italien am 25. Juni.

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RND/bv

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