Hitzewelle in Deutschland

Deutsche Bahn: Hohe Temperaturen belasten Reisende und Schienen

Die Bahn sorgt sich wegen der aktuell hohen Temperaturen um das Wohlergehen der Reisenden und den Zustand der Schienen.

Die Bahn sorgt sich wegen der aktuell hohen Temperaturen um das Wohlergehen der Reisenden und den Zustand der Schienen.

Berlin. Bei großer Hitze sorgen sich Reisende bei der Deutschen Bahn in erster Linie um funktionierende Klimaanlagen im Zug – doch der Konzern muss sicherstellen, dass es auch den Gleisen und der Technik entlang der Infrastruktur nicht zu heiß wird. „Hohe Temperaturen können Schienen und Gleisbett mitunter zu schaffen machen, da sich Stahl bei extremen Temperaturen dehnt“, teilte die Bahn am Dienstag mit.

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Deshalb ist laut Bahn vor allem die Leit- und Sicherungstechnik mit Tausenden Klimaanlagen ausgestattet, welche regelmäßig geprüft und gewartet würden. „Zusätzlich haben wir in betrieblich besonders relevanten Stellwerken Temperatursensoren angebracht, die bei Überschreitung bestimmter Schwellwerte automatisch Meldungen auslösen.“

„Keine hitzebedingten Auffälligkeiten“ am Dienstag

Der Konzern experimentiert derzeit eigenen Angaben zufolge auch mit sogenannten Phasenwechselmaterien. Diese sollen demnach funktionieren wie ein umgekehrter Taschenwärmer: „Durch Hitzestrahlung verwandelt sich das zunächst feste Material in ein dickflüssiges Gel. Dieser Umwandlungseffekt verbraucht Wärme und kühlt dadurch seine Umgebung ab“, hieß es. Getestet werde, inwiefern diese Technik sensible Bauteile schützen kann.

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Doch auch in den Zügen hat die Bahn in den vergangenen Jahren in die Instandhaltung der Klimaanlagen investiert und Werkstattkapazitäten dafür ausgeweitet. Am Dienstag sei die Lage in den Zügen stabil gewesen, hieß es. Es gebe „keine hitzebedingten Auffälligkeiten“. Kaputte Klimaanlagen waren bis vor einigen Jahren im Sommer immer wieder ein Thema bei der Deutschen Bahn. Im Juli 2010 waren in einem überhitzten ICE mehrere Schüler kollabiert. In den vergangenen Jahren blieben entsprechende Schlagzeilen aber aus.

RND/dpa

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