Die „Vulkankönigin“ – fünf überraschende Fakten zum Thronjubiläum von Königin Margrethe II.

Am 14. Januar 2022 begeht Königin Margrethe II. von Dänemark ihr 50. Thronjubiläum.

Kopenhagen. An diesem 14. Januar ist es 50 Jahre her, dass die dänische Königin Margrethe II. (80) nach dem Tod ihres Vaters Frederik IX. den Thron bestiegen hat. Sie ist 1972 die erste Frau, die das getan hat – und tun durfte. Als dänisches Staatsoberhaupt bedarf jedes Gesetz ihrer Unterschrift, um Gültigkeit zu erlangen. Sie ernennt und entlässt noch den Regierungschef beziehungsweise die Regierungschefin, wird regelmäßig über die aktuelle politische Lage informiert, nimmt jedoch keinen Einfluss auf die Tagespolitik und bezieht niemals öffentlich Stellung zu politischen Fragen.

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Doch was gibt es sonst noch über die 80-Jährige zu wissen? Fünf überraschende Fakten über Königin Margrethe II.

1. Erbrechtsänderung macht Weg für Margrethe frei

Dass Margrethe einst Königin von Dänemark werden würde, danach sah es nach ihrer Geburt am 16. April 1940 in Kopenhagen gar nicht aus. Nachdem ihr Vater 1947 zum König proklamiert wurde, war nämlich ihr Onkel Knut von Dänemark der rechtmäßige Thronfolger. Am 27. März 1953 änderte Dänemark das in der Verfassung festgeschriebene Erbrecht zugunsten Margrethes. Von da an dürfen auch weibliche Nachkommen des Königs beziehungsweise der Königin den Thron besteigen. Kronprinzessin wurde sie also erst im Teenageralter.

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2009 wurde das Erbrecht erneut angepasst. Es besagt nun, dass das älteste Kind des Regenten oder der Regentin – unabhängig vom Geschlecht – den Thron erbt.

Die dänische Königsfamilie um Königin Margrethe II. ist beim Volk sehr beliebt.

Die dänische Königsfamilie um Königin Margrethe II. ist beim Volk sehr beliebt.

2. Margrethe und „Der Herr der Ringe“

Königin Margrethe II. ist künstlerisch begabt. Als Malerin und Grafikerin nahm sie sich vielerlei Projekte an. Das bekannteste ist wohl „Der Herr der Ringe“. Unter dem Pseudonym Ingahild Grathmer illustrierte sie 1977 die dänische Fassung der erfolgreichen Buchreihe des Autors J. R. R. Tolkien.

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Zudem hat die Königin eine Sprachbegabung. Neben ihrer Muttersprache Dänisch spricht sie Französisch (die Muttersprache ihres 2018 verstorbenen Mannes Prinz Henrik), Schwedisch (die Muttersprache ihrer Mutter Königin Ingrid, eine geborene Prinzessin von Schweden), Englisch und Deutsch und arbeitete nebenbei als Übersetzerin. Außerdem entwarf sie Kirchengewänder und Theaterkostüme und gestaltete Bühnenbilder. Aktuell entwirft sie Kostüme und Kulissen für den Netflix-Film „Ehrengard“, der nach einem Roman der dänischen Autorin Karen Blixen produziert wird. Der Streaminganbieter will den Film 2023 zeigen.

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3. Die „Vulkankönigin“

Seit Jahrzehnten begleitet Margrethe ein nikotinhaltiges Laster: Bis zu 60 Zigaretten rauchte sie am Tag, hieß es einst in der Klatschpresse, die ihr deshalb den Namen „Vulkankönigin“ verpasste. Seit einem dänischen Nichtrauchergesetz in öffentlichen Gebäuden aus dem Jahr 2007 greift die Königin jedoch fast nur noch privat zur Zigarettenschachtel.

4. Sie bezeichnet sich selbst als schlechte Mutter

Als Königin hatte Margrethe nicht viel Zeit für die Familie. Ihre Kinder Frederik und Joachim kamen oft zu kurz. „Ich glaube, dass ich keine besonders gute Mutter war“, gab sie mal in einem Interview zu, dass das ZDF im April 2020 in seiner Doku „Ein Leben für die Krone – Margrethe II. von Dänemark“ aus dem Archiv gekramt hat. „Ich konnte nicht so viel bei ihnen sein, wie ich es gerne gewollt hätte. Auf der anderen Seite kann ich auch nicht behaupten, dass ich jemand bin, der seine Kinder unentwegt um sich haben wollte. So bin ich eben.“

Ihren erstgeborenen Sohn Frederik präsentieren die damalige Kronprinzessin Margrethe von Dänemark und Ehemann Prinz Henrik 1968 den Fotografen.

Ihren erstgeborenen Sohn Frederik präsentieren die damalige Kronprinzessin Margrethe von Dänemark und Ehemann Prinz Henrik 1968 den Fotografen.

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Dasselbe galt für ihre Enkel. Wie sie 2019 der schwedischen Zeitung „Expressen“ sagte, sei sie „definitiv nicht die beste Großmutter der Welt“. Weiter führte sie aus: „Ich finde es wunderbar, wenn Mütter und Großmütter die Kinder sehr umarmen. Ich bin nicht so gut darin. Ich bin keine Großmutter, die sitzt und strickt.“

5. Als Kronprinzessin bei der Luftwaffe

Als Kronprinzessin leistete Margrethe von 1958 bis 1970 einen Freiwilligendienst im Frauenkorps der dänischen Luftwaffe und absolvierte dort zusätzlich zu ihrer schulischen Bildung weitere Ausbildungen. Sie ist zunächst Korporal, dann Sergeant und schließlich Leutnant im weiblichen Fliegerkorps.

RND/nis

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