Krieg gegen die Ukraine

Krieg ist ihr Thema: Metal-Band Sabaton meldet sich zu Wort

Ihr Thema ist der Krieg: Sabaton (Frontmann Joakim Broden und Gitarrist Chris Rorland) gehören zu den größten Metal-Bands der vergangenen Jahre.

Vermutlich blickt manch ein Geschichtslehrer mit Neid auf diese Band: Die schwedische Metal-Combo Sabaton erreicht mit ihren Song gewordenen Exkursen in die europäische Militärhistorie viele tausend junge Menschen auf der ganzen Welt. Sabatons großes Thema ist der Krieg - so war es schon immer.

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Auch auf ihrem kommenden Album „The War To End All Wars“ (ab 4. März erhältlich) setzen sich die Musiker um Frontmann Joakim „Jocke“ Brodén intensiv damit auseinander. Wie schon auf dem Vorgängerwerk „The Great War“ geht es in den neuen Songs um den Ersten Weltkrieg. Es gibt keinerlei Bezüge zur Aktualität. Dennoch ist klar, dass ein Statement dieser international überaus erfolgreichen Band zum Krieg in der Ukraine nicht nur bei den auch in Osteuropa sehr zahlreichen Fans Gehör finden wird. Nun haben sich Sabaton tatsächlich geäußert.

+++ Alle Entwicklungen zum Krieg gegen die Ukraine im Liveblog +++

In einem auf ihren Social-Media-Kanälen verbreiteten Post heißt es zunächst, dass sich das neue Album auf einen Krieg beziehe, welcher vor über 100 Jahren ein Ende gefunden hat. Die Band sei ferner zutiefst betrübt darüber, dass die Menschheit offenbar dabei sei, die Fehler vergangener Generationen zu wiederholen. Es habe in der Geschichte mehr als genug Blutvergießen gegeben, lässt die Band unmissverständlich wissen: „No need für more!“ - Auf Deutsch: „Wir brauchen nicht noch mehr!“

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Fans: „Kein Grund, sich zu entschuldigen“

Aus den ersten Fan-Reaktionen ist breite Zustimmung herauszulesen, aber vereinzelt auch die Verwunderung darüber, dass sich die Band überhaupt genötigt sieht, sich erklären zu müssen. Schließlich sei die Sache innerhalb der Metalwelt schon lange geklärt: Bei Sabaton geht es in keinster Weise um die Verherrlichung von Krieg und Militär, sondern um einen kritischen und durchaus didaktischen Ansatz. „Kein Grund, sich zu entschuldigen. Jeder echte Fan weiß, dass Ihr den Krieg nicht glorifiziert“, fasst ein Kommentar auf Instagram den allgemeinen Tenor zusammen.

Die Band, die sich bereits 1999 formierte, geht auf YouTube mit ihrem eigenen „Sabaton History Channel“ sogar regelmäßig entlang einzelner Songs thematisch in die Tiefe. Bandmitglieder und geladene Experten tauschen sich dort über die Themen der Songs aus.

An solchen Geschichtslektionen ist sicherlich nichts Verwerfliches auszumachen, ganz im Gegenteil. Dass die Band aber seit jeher auch polarisiert und dass der Ansatz der Combo gerade jetzt Diskussionen hervorrufen muss, steht auf einem anderen Blatt. Schließlich stehen Sabaton für eine besonders partykompatible Spielart des Metal, der Sound lädt zum Hüpfen und Tanzen ein.

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Maximal unglückliches Timing

Hüpfen, tanzen, feiern - zu Songs, deren Texte vom Leid des Krieges erzählen: Das war noch nie jedermanns Sache, und augenblicklich erscheint so etwas für die Allermeisten sicherlich absolut unvorstellbar. Das Timing dieser seit langem angesetzten Albumveröffentlichung ist jedenfalls maximal unglücklich. Wofür die Musiker aus Schweden nichts können.

„The War To End All Wars“ ist das zehnte Studioalbum der Band aus Falun. Das Vorgänger-Werk „The Great War“ erschien im Juli 2019 und war auf Platz eins der deutschen Albumcharts.

RND/Teleschau

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