Haben „auf dem Schlachtfeld so viel bewirkt“

USA wollen Ukraine weitere Mehrfach-Raketenwerfer liefern

Ein Mehrfachraketenwerfer von Typ HIMARS (High Mobility Artillery Rocket System) fährt während eines Kampftrainings in der Hochwüste des Yakima Training Center in Washington. (Symbolbild)

Ein Mehrfachraketenwerfer von Typ HIMARS (High Mobility Artillery Rocket System) fährt während eines Kampftrainings in der Hochwüste des Yakima Training Center in Washington. (Symbolbild)

Washington. Die US-Regierung will der Ukraine im Kampf gegen die russischen Invasoren vier weitere Mehrfach-Raketenwerfer vom Typ Himars liefern.

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US-Verteidigungsminister Lloyd Austin sagte am Mittwoch bei einem Online-Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe, die bisher gelieferten Himars-Raketenwerfer hätten „auf dem Schlachtfeld so viel bewirkt“. Als Teil des nächsten Pakets für die Ukraine würden die USA außerdem weitere Waffen, Munition und Ausrüstung liefern, darunter Raketen und Artilleriegeschosse. Details würden im Laufe der Woche bekanntgegeben.

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Austin sagte bei einer Pressekonferenz nach dem Treffen, dabei habe es „viele neue Ankündigungen“ der Verteidigungsminister oder Armeechefs aus den mehr als 50 teilnehmenden Staaten gegeben. „Wir sehen, dass Länder aus der ganzen Welt weiterhin dringend benötigte Systeme und Munition zur Verfügung stellen.“ Konkreter wurde Austin nicht. Zuvor hatte er betont, die „kollektive Unterstützung für die Ukraine“ sei lebenswichtig und dringend. Moskau denke, es könne die Ukraine und den Westen in dem Konflikt überdauern, „aber das ist nur die jüngste in einer Reihe von Fehlkalkulationen Russlands. Wir sind uns einig in unserer Unterstützung.“

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US-Generalstabschef: „Die Ukrainer lassen die Russen für jeden Zentimeter Territorium bezahlen, den sie gewinnen“

US-Generalstabschef Mark Milley sagte bei der Pressekonferenz nach dem Treffen der Kontaktgruppe, die Russen hätten trotz ihrer Konzentration auf den Donbass nur verhältnismäßig geringe Geländegewinne in der ostukrainischen Region gemacht - bei sehr hohen Kosten. Auf eine entsprechende Frage sagte Milley: „Um Ihre Frage zu beantworten, ob der Donbass verloren ist: Nein, er ist noch nicht verloren. Die Ukrainer lassen die Russen für jeden Zentimeter Territorium bezahlen, den sie gewinnen.“

Milley sagte, die russischen Truppen sähen sich nicht nur an der Front mit konventionellen ukrainischen Streitkräften konfrontiert. Auch hinter der Front seien sie nicht sicher. „Die Ukrainer haben ein sehr effektives Widerstandsnetz aufgebaut.“ Austin warnte den Iran vor einer Unterstützung Russlands. „Wir würden dem Iran raten, das nicht zu tun. Wir halten das für eine sehr, sehr schlechte Idee.“

Die USA sind der wichtigste Waffenlieferant für die Ukraine. Bislang haben sie nach Milleys Angaben neben zahlreichen anderen Waffensystemen bereits zwölf Himars-Systeme geliefert. Austin sagte, alleine seit dem bislang letzten Treffen der Kontaktgruppe in Brüssel vor gut einem Monat hätten die USA der Ukraine Sicherheitsunterstützung in Höhe von 2,6 Milliarden Dollar zugesagt.

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RND/dpa

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