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Treffen mit Techunternehmen

US-Vize Harris: Privatsektor muss Verantwortung für KI übernehmen

US-Präsident Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris (Archivbild).

US-Präsident Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris (Archivbild).

Washington. US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat bei einem Treffen mit den Chefs der Tech-Unternehmen Alphabet, Anthropic, Microsoft und OpenAI einen verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz angemahnt.

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Nach dem nicht öffentlichen Treffen am Donnerstag teilte Harris mit, sie habe den Spitzenmanagern gesagt, der Privatsektor habe „eine ethische, moralische und rechtliche Verantwortung, die Gefahrlosigkeit und Sicherheit seiner Produkte sicherzustellen“.

Einen Einblick in das Treffen lieferte auch ein Video, das auf dem Twitter-Account von Präsident Joe Biden veröffentlicht wurde. Der 80-Jährige kam kurz im Roosevelt Room des Weißen Hauses vorbei, in dem Harris die Firmenchefs empfing. Dabei sagte er, er hoffe, dass diese „uns schulen“ könnten, was am dringendsten benötige werde, um die Gesellschaft zu schützen und voranzubringen. „Was Sie tun, birgt enormes Potenzial und enorme Gefahren“, sagte er, wie aus dem Video hervorging.

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Ethische und gesellschaftliche Bedenken bei KI

Die Einführung des Chatbots ChatGPT von OpenAI hat zu einer verstärkten Debatte über KI und darüber geführt, ob und wie Regierungen oder Aufsichtsbehörden die Entwicklung dieser Technologie regulieren sollten. Da KI gefälschte Bilder und Texte erzeugen kann, die wirken, als seien sie von Menschen geschrieben, gibt es ethische und gesellschaftliche Bedenken.

US-Präsident Joe Biden sagte im April, KI könne bei der Bekämpfung von Krankheiten und dem Klimawandel helfen, aber auch die nationale Sicherheit beeinträchtigen und die Wirtschaft destabilisieren. Die US-Regierung plant, unter anderem 140 Millionen Dollar (rund 127 Millionen Euro) in die Gründung von sieben KI-Instituten zu investieren.

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OpenAI hat die Daten, auf denen seine KI-Systeme trainiert wurden, geheim gehalten. Das macht es für Außenstehende schwer zu verstehen, warum ChatGPT zum Teil vorurteilsbeladene oder falsche Antworten auf Anfragen liefert, oder ob es urheberrechtlich geschützte Werke stiehlt.

Auch die britische Regierung prüft mögliche Risiken im Zusammenhang mit KI. Die britische Wettbewerbsaufsichtsbehörde hat angekündigt, den KI-Markt zu untersuchen und sich dabei auf die Technologie zu konzentrieren, die Chatbots wie ChatGPT zugrunde liegt.

RND/AP

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