Vater eines Opfers

US-Präsident Biden wird bei Rede zu neuem Waffengesetz gestört

US-Präsident Joe Biden am Montag im Garten des Weißen Hauses

US-Präsident Joe Biden am Montag im Garten des Weißen Hauses

Washington. Der Vater eines Opfers von Waffengewalt hat eine Rede von US-Präsident Joe Biden unterbrochen. Biden sprach am Montag im Garten des Weißen Hauses über eine Reform für mehr Schutz vor Waffengewalt in den USA, als ein Mann lautstark dazwischenrief.

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Sohn starb bei Parkland-Schießerei

Bei dem Mann handelte es sich US-Medien zufolge um Manuel Oliver, der seinen Sohn 2018 bei einem Massaker an einer High School in Parkland im US-Bundesstaat Florida verloren hatte. Den Berichten zufolge forderte er schärfere Waffengesetze. Nach der Unterbrechung der Rede wurde er vom Sicherheitspersonal hinaus eskortiert.

Zu der Veranstaltung, bei der Biden eine vor etwa zwei Wochen verabschiedete Reform lobte, waren unter anderem an dem Gesetz beteiligte Senatoren sowie Angehörige von Opfern eingeladen worden.

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Der Störer hatte bereits am Morgen in einem Interview mit dem Sender CNN angekündigt, er werde - falls er die Gelegenheit haben werde - Biden sagen, dass das Gesetz nicht reiche. Außerdem kritisierte er, dass die Veranstaltung den Charakter einer Feier habe. „Es gab keinen Grund, diese Veranstaltung so zu nennen, wie sie jetzt genannt wird.“

Das neue Gesetz stellt eine leichte Verschärfung der insgesamt eher laxen Waffengesetze in den USA dar. Die Reform sieht eine intensivere Überprüfung von Waffenkäufern vor, die jünger als 21 Jahre sind.

Zudem geht es darum, Gesetze aus Bundesstaaten auszuweiten, um potenziellen Gefährdern Waffen abnehmen zu können. Illegaler Waffenhandel soll auf Bundesebene bestraft werden können. Zudem sollen Milliarden in psychische Gesundheitsvorsorge und Anti-Gewalt-Programme fließen.

Auch für die Sicherheit von Schulen sind weitere Mittel vorgesehen. Das von Demokraten geforderte Verbot von Sturmgewehren fehlt in dem Gesetz.

RND/dpa

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