Peking lernt Lektionen aus Putins Krieg

US-Geheimdienste: China würde Taiwan lieber „friedlich“ einnehmen

Das von der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua herausgegebene Foto zeigt Mitglieder der Volksbefreiungsarmee, die für die Militärparade zum 90. Geburtstag der Armee auf der Zhurihe Trainingsbasis 400 Kilometer nordwestlich von Peking eine Fahne hissen (Archivbild).

Die US-Nachrichtendienste glauben, dass China das Territorium seines Nachbarstaats Taiwan lieber auf friedliche Art einnehmen würde als den militärischen Weg zu gehen. Dennoch arbeite China daran, sich militärisch in eine Ausgangsposition zu bringen, die auch einer US-Intervention standhalten würde. Das sagten die Geheimdienstkoordinatorin des Weißen Hauses, Avril Haines, und der Chef des Geheimdienstes DIA, Scott Berrier, am Dienstag vor dem Verteidigungsausschuss des US-Senats.

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„Aus unserer Sicht arbeiten sie (China) hart daran, sich effektiv in eine Position zu bringen, in der ihr Militär in der Lage ist, Taiwan trotz unserer Intervention einzunehmen“, sagte Haines laut der Nachrichtenagentur „Reuters“. Der russische Krieg gegen die Ukraine habe nicht dazu beigetragen, dass China seine Pläne gegenüber Taiwan beschleunigen würde, schätzte die Geheimdienstkoordinatorin ein.

Bei Außenministertreffen: China verurteilt westliche Sanktionen gegen Russland

Die Außenminister Russlands und Chinas bezeichneten die Strafmaßnahmen am Mittwoch als illegal und kontraproduktiv, erklärte das russische Außenministerium.

China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz. Die Regierung in Peking verstärkte zuletzt das Drohszenario gegenüber Taiwan, indem es militärische Manöver durchführte und Kampfflugzeuge in Kampfformation in der Nähe der Insel aufsteigen ließ.

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DIA-CHef: „Ich glaube, China würde es lieber nicht mit Gewalt machen“

Auch DIA-Chef Berrier glaubt nicht daran, dass ein militärischer Angriff auf Taiwan Chinas erste Wahl wäre. „Ich glaube, China würde es lieber nicht mit Gewalt machen. Ich denke, sie würden es eher friedlich im Laufe der Zeit machen“, wird er zitiert.

China habe aber „einige sehr interessante Lektionen“ vom russischen Krieg gegen die Ukraine gelernt, so Berrier. Dazu gehörte die Wichtigkeit von Führung sowie Taktiken mit kleinen Einheiten, aber auch adäquates Training an den richtigen Waffen und eine starke Unteroffiziersstruktur.

China und Taiwan trennten sich 1949 während eines Bürgerkriegs. Obwohl die USA 1979 die diplomatischen Beziehungen zu Taipeh abbrachen, um Peking anzuerkennen, hat sich die Regierung in Washington gesetzlich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Insel sich selbst verteidigen kann.

RND/sic/AP

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