Warnung an den Westen

Lukaschenko warnt vor „Abgrund eines Atomkriegs“ in der Ukraine

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko spricht während einer Zeremonie am Ehrenhügel, einem Weltkriegsdenkmal nahe Minsk. (Archivbild)

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko spricht während einer Zeremonie am Ehrenhügel, einem Weltkriegsdenkmal nahe Minsk. (Archivbild)

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat Russland, die Ukraine und den Westen dazu aufgefordert, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Ansonsten drohe eine atomare Eskalation.

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„Wir müssen aufhören und ein Abkommen schließen, um dieses Chaos, diesen Einsatz und den Krieg in der Ukraine zu beenden“, sagte Lukaschenko in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. „Wir dürfen nicht weitergehen“, appellierte der belarussische Präsident weiter – oder es drohe der „Abgrund eines Atomkriegs“.

Lawrow lehnt Friedensverhandlungen ab und weitet Kriegsgebiete aus

Die Ziele des laut Russland „militärischen Sondereinsatzes“ in der Ukraine sind nach Worten des Außenministers Sergej Lawrow nicht mehr auf den Donbass begrenzt.

Lukaschenko nahm dabei besonders die Ukraine in die Pflicht. „Alles hängt von der Ukraine ab“, sagte er. Deshalb sollte das Land seiner Meinung nach wieder Verhandlungen mit Russland aufnehmen. Noch bestehe die Möglichkeit, „dass der Krieg unter für die Ukraine akzeptableren Bedingungen beendet werden kann“. Dazu sollte man sich aber „an den Verhandlungstisch setzen und zustimmen, dass sie Russland niemals bedrohen wird“, forderte er.

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Seine Rolle in dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beschrieb er als „friedensstiftend“. Kiew sieht Minsk nicht als neutral in dem Konflikt an, nachdem zu Kriegsbeginn russische Truppen auch von belarussischem Territorium aus die Ukraine angegriffen haben.

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Lukaschenko gibt Westen Schuld am Krieg in der Ukraine

Russland sieht Lukaschenko jedoch nicht als Schuldigen für den Ausbruch des Kriegs in der Ukraine – sondern den Westen. Dieser habe den militärischen Konflikt „provoziert“ und fache ihn weiter an. „Wenn Russland der Nato nicht zuvorgekommen wäre, hätten sie (die westlichen Länder) sich organisiert und zugeschlagen“, so Lukaschenko. „Ihr von der Nato, ihr Amerikaner wolltet diesen Krieg“, behauptete Lukaschenko. Damit wiederholte er die offizielle Position Moskaus, wonach der russische Angriff nur einer Attacke der vom Westen unterstützten Ukraine zuvorgekommen sei.

Belarus ist enger Verbündeter Russlands und hat das Land insbesondere zu Beginn der Invasion in die Ukraine unterstützt. Dabei stellte Lukaschenko den russischen Truppen belarussisches Territorium zur Verfügung, um auch von dort aus in das Nachbarland Ukraine einzumarschieren. Später diente Belarus auch zum Abzug von Russlands Soldaten aus dem Norden der Ukraine. Lukaschenko bestätigte in dem Interview, das er der französischen Nachrichtenagentur AFP gab, dass er auf der Seite Russlands stehe.

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Zuletzt hatte es Berichte darüber gegeben, dass Lukaschenko versteckt eine Mobilisierung seiner Truppen durchführe, um aktiv in den Krieg einzugreifen. Die belarussische Opposition jedoch geht davon aus, dass die Soldaten des Landes einem solchen Befehl nur unter Zwang folgen oder aber an der Front zur Ukraine überlaufen würden.

RND/sic/dpa

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