„Sucht nach russischem Gas tötet“

Ukraine kritisiert Wolfgang Kubicki für Vorschlag zu Nord Stream 2 scharf

FDP-Parteivize Wolgang Kubicki (Archivbild) wird auch von der ukrainischen Regierung für seinen Vorschlag kritisiert.

FDP-Parteivize Wolgang Kubicki (Archivbild) wird auch von der ukrainischen Regierung für seinen Vorschlag kritisiert.

Kiew. Die von Russland angegriffene Ukraine hat Forderungen von FDP-Vize Wolfgang Kubicki nach einer Öffnung der Ostseepipeline Nord Stream 2 scharf kritisiert. „Die Forderungen einiger deutscher Politiker, Nord Stream 2 für eine kurze Zeit zu starten und später zu schließen, sind völlig irrational“, schrieb der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba am Freitag auf Twitter. „Das ähnelt einer Drogensucht, wenn jemand sagt: „Nur noch ein letztes Mal!““, kritisierte Kuleba. „Die Sucht nach russischem Gas tötet!“

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Kubicki hatte in einem ebenfalls am Freitag veröffentlichten Bericht gefordert: „Wir sollten Nord Stream 2 jetzt schleunigst öffnen, um unsere Gasspeicher für den Winter zu füllen“. Er sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) weiter, es gebe „keinen vernünftigen Grund, Nord Stream 2 nicht zu öffnen“. Diese Äußerungen stießen auch in Deutschland auf Kritik, unter anderem von Grünen-Chef Omid Nouripour.

Wolfgang Kubicki: „Wir sollten Nord Stream 2 jetzt schleunigst öffnen“

FDP-Vize Wolfgang Kubicki fordert im Interview mit RND-Korrespondent Tobias Peter die Öffnung von Nord Stream 2, um mehr russisches Gas ins Land zu bekommen.

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Nord Stream 2 wegen Russlands Krieg auf Eis gelegt

Die Inbetriebnahme der fertig gebauten Pipeline Nord Stream 2 wurde von der Bundesregierung angesichts von Russlands Krieg gegen die Ukraine auf Eis gelegt. Über Nord Stream 1 liefert Russland derzeit nur rund 20 Prozent der möglichen Menge.

Moskau macht technische Gründe dafür verantwortlich und westliche Sanktionen dafür verantwortlich. Die Bundesregierung hält diese Gründe für vorgeschoben.

RND/dpa

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