In Videobotschaft

Selenskyj fordert vor US-Kongress Flugverbot: „Russland hat den ukrainischen Himmel zu einer Todesquelle gemacht“

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine (Archivbild).

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine (Archivbild).

Washington. In einer Video­botschaft hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an den US-Kongress gewandt. Darin bat er einmal mehr um internationale Unterstützung für die Ukraine. Er forderte eine Flugverbots­zone über seinem Land sowie stärkere Sanktionen gegen Russland.

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Selenskyj vor US-Kongress : „Wir brauchen Sie jetzt“

In seiner Rede vor beiden Kammern des US-Kongresses wiederholte Selenskyj mit Nachdruck die Forderung der Einrichtung einer Flugverbotszone über der Ukraine.

In seiner Rede berief sich Selenskyj auf amerikanische Werte, zog Parallelen zur US-Geschichte und nahm die Amerikaner als „Anführer der freien Welt“ in die Pflicht. Russland habe nicht nur die Ukraine angegriffen, sagte Selenskyj, sondern die Freiheit aller Menschen. „Sie greifen auch unseren Wunsch nach Freiheit an. Wir verteidigen nicht nur unser Land, sondern auch die Werte Europas“, sagte er.

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Erinnerung an Pearl Harbor und den 11. September

„Wir brauchen Ihre Unterstützung“, erklärte der ukrainische Präsident weiter. „Sie erinnern sich an Pearl Harbor, als der Himmel schwarz wurde. Sie erinnern sich an den 11. September, als Ihre Straßen zu Schlachtfeldern wurden“, sprach der ukrainische Präsident zwei der größten Angriffe auf die USA an. „Unser Land erlebt dieses Schicksal seit drei Wochen“, so Selenskyj weiter. „Russland hat den ukrainischen Himmel zu einer Todesquelle für Tausende Menschen gemacht. Das ist ein Terror, den Europa seit 80 Jahren nicht mehr erlebt hat.“

Damit erneuerte Wolodymyr Selenskyj seine Forderung nach einer Flugverbots­zone über der Ukraine. Eine Flugverbots­zone würde es der russischen Luftwaffe erschweren, Ziele in der Ukraine anzugreifen. Die Durchsetzung einer solchen Zone durch die USA oder das Verteidigungs­bündnis Nato gilt derzeit allerdings als ausgeschlossen. Unter anderem US-Präsident Joe Biden hat wiederholt gewarnt, dass eine solche Maßnahme zu einer direkten Konfrontation zwischen Nato-Kräften und dem russischen Militär führen könnte, was eine Eskalation des Kriegs bedeuten würde. Aus diesem Grund hatte Biden auch die von Polen vorgeschlagene Übergabe von Kampf­flugzeugen vom Typ MiG-29 an die Ukraine abgelehnt.

Zudem forderte Selenskyj weitere Sanktionen gegen Russland, beispielsweise amerikanische Häfen für russische Schiffe zu schließen. „Frieden ist wichtiger als Profit.“ Im Anschluss an seine Rede zeigte der ukrainische Präsident ein Video aus der Ukraine, in dem im Wechsel friedliche Bilder und Kriegs­eindrücke zu sehen waren.

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Im Anschluss an die Rede des ukrainischen Präsidenten erhoben sich die Kongress­mitglieder von ihren Stühlen und spendeten langanhaltenden Applaus. Am Donnerstag will sich Selenskyj mit einer Video­ansprache auch an den Deutschen Bundestag wenden.

RND/ag/dpa

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