Anti-Kriegsprotest in Russland

Russische TV-Journalistin Owsjannikowa aus Hausarrest geflohen

Marina Owsjannikowa, frühere Mitarbeiterin des staatlichen Fernsehsenders Perwy Kanal, während einer gerichtlichen Anhörung im August.

Marina Owsjannikowa, frühere Mitarbeiterin des staatlichen Fernsehsenders Perwy Kanal, während einer gerichtlichen Anhörung im August.

Kiew. Die mit ihrer Kritik am russischen Präsidenten Wladimir Putin international bekannt gewordene Journalistin Marina Owsjannikowa hat den gegen sie verhängten Hausarrest eigenmächtig beendet.

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+++ Alle Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine im Liveblog +++

Owsjannikowa teilte am Mittwoch bei Facebook mit, sie befolge die ihr auferlegten Beschränkungen seit dem 30. September nicht mehr. Bereits am Wochenende hatte ihr Ex-Mann erklärt, sie sei mit ihrer Tochter geflohen.

Mitte März ergriff die Journalistin Marina Owsjannikowa in einer mutigen Aktion während der Hauptnachrichtensendung des russischen Staatsfernsehen Partei gegen den Krieg.

Mitte März ergriff die Journalistin Marina Owsjannikowa während der Hauptnachrichtensendung des russischen Staatsfernsehen Partei gegen den Krieg.

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Die damalige Produzentin des staatlichen Fernsehens hatte Mitte März während einer abendlichen Nachrichtensendung im Hintergrund ein Plakat gezeigt, auf dem sie ein Ende des Krieges in der Ukraine forderte und dazu aufrief, nicht der russischen Propaganda zu glauben: „Sie lügen euch hier an.“ Wegen Herabwürdigung des Militärs wurde sie entlassen und mit einer Geldstrafe belegt.

Im August nutzte sie eine gerichtliche Anhörung zu einem weiteren Protest. Sie erschien im Gerichtssaal mit einem Poster, auf dem stand: „Lasst die ermordeten Kinder zu euch in der Nacht in euren Träumen kommen.“

Vorgeworfen wurde ihr ein Straßenprotest im Juli, bei dem sie ein Banner hielt, auf dem stand: „(Der russische Präsident Wladimir) Putin ist ein Mörder, seine Soldaten sind Faschisten. 352 Kinder sind (in der Ukraine) getötet worden. Wie viele weitere Kinder sollten sterben, damit Sie aufhören?“

Bei einer Verurteilung drohen ihr bis zu zehn Jahre Gefängnis nach einem neuen Gesetz, das Äußerungen gegen das Militär unter Strafe stellt.

Protest im russischen Staatsfernsehen: Mitarbeiterin unterbricht Livesendung mit Antikriegsplakat

Am Montagabend zeigte sie in einer laufenden Sendung ein Schild und rief: „Stoppt den Krieg“. Offenbar handelte es sich um eine Mitarbeiterin des Senders.

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RND/AP

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