Vorwahlen für Sitz im Kongress

Republikaner stimmte für Trumps Amtsenthebung – und verliert Mandat

Donald Trump, damals Präsident der USA (Archivbild)

Donald Trump, damals Präsident der USA (Archivbild)

Washington. Einer der wenigen offenen Kritiker von Ex-Präsident Donald Trump innerhalb der Republikanischen Partei muss seinen Sitz im US-Kongress verloren geben. Der Abgeordnete Tom Rice aus South Carolina unterlag am Dienstag (Ortszeit) in einer republikanischen Vorwahl klar seinem von Trump unterstützen Herausforderer Russell Fry, wie aus der Auszählung der Nachrichtenagentur AP hervorgeht.

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Rice war zwar lange ein Unterstützer von Trumps Politik, aber letztlich einer von nur zehn Republikanern im US-Repräsentantenhaus, die nach dem Sturm auf das Kapitol für eine Amtsenthebung Trumps gestimmt hatten. Er ist der erste von ihnen, der nun bei der Kandidatur für eine Wiederwahl gescheitert ist.

Das Ergebnis macht deutlich, welchen Einfluss Trump auf die Zwischenwahlen hat, bei denen im Herbst Teile des Kongresses neu gewählt werden. In den republikanischen Vorwahlen wie in South Carolina unterstützt der Ex-Präsident jene Kandidaten, die ihm bei seinen völlig unbelegten Wahlbetrugsvorwürfen und trotz des Sturms seiner Anhänger auf das Kapitol den Rücken gestärkt haben. Bei der eigentlichen Wahl im November treten die Republikaner gegen demokratische Kandidaten an.

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Keine Chance im ländlichen Gebiet

Die Republikanerin Nany Mace, ebenfalls aus South Carolina, konnte ihre von Trump unterstützte Gegnerin hingegen in ihrer Vorwahl bezwingen. Sie kandidierte in einem eher urbanen Teil ihres Staates, während der unterlegene Trump-Kritiker Rice, der bereits fünf Amtszeiten als Abgeordneter absolviert hat, in einem eher ländlichen Gebiet keine Chance hatte.

Der Republikaner Tim Scott sicherte sich in South Carolina ohne Gegenkandidaten den Sieg in der Vorwahl seiner Partei. Dem einzigen schwarzen Republikaner im Senat werden auch Ambitionen auf das Präsidentenamt nachgesagt. In letzter Zeit hatte er mehrfach den US-Staat Iowa besucht, wo potenzielle Präsidentschaftsanwärter immer wieder ihre Chancen ausloten. Scott hätte auch das Geld dafür. Er sammelte im Wahlkampf für seine Wiederwahl als Senator bereits 42 Millionen Dollar ein.

RND/AP

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