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Bayerns Innenminister widerspricht Faeser: Hermann gegen schärferes Waffenrecht

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lehnt ein schärferes Waffenrecht in Deutschland ab.

München. Eine mögliche Verschärfung des Waffenrechts sieht der Vorsitzende der Innenministerkonferenz und bayerische Innenminister Joachim Herrmann skeptisch. „Unser Waffenrecht gehört zu den strengsten in Europa und ist mit der Situation etwa in den USA gar nicht zu vergleichen“, sagte der CSU-Politiker der „Passauer Neuen Presse“ (Donnerstag). „Selbst ein Totalverbot privaten Waffenbesitzes, von dem manche träumen, würde nicht verhindern, dass Menschen gewaltsam zu Schaden kommen.“ Stattdessen sprach sich Herrmann in dem Interview für die konsequente Anwendung des bestehenden Rechts aus.

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Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte zur Verhinderung extremistischer Gewalttaten auch ein schärferes Waffenrecht ins Gespräch gebracht. Sie wollte zudem in der Koalition darüber reden, ob zusätzliche Nachweise zur Zuverlässigkeit nötig seien, bevor jemand eine Waffenerlaubnis erhält. Herrmann entgegnete: „Zu meinen, man könne die Welt über das deutsche Waffenrecht zu einem gewaltfreien Ort machen, wird nicht funktionieren.“ Es habe in den vergangenen Jahren viele Taten gegeben, die mit großen Messern verübt wurden. „Sollen wir jetzt Küchenmesser verbieten oder nur noch gegen amtlichen Bezugsschein in Verkehr bringen?“

Keine Frage sei, dass das bestehende Waffenrecht konsequent vollzogen werden müsse, sagte Herrmann. Gerade die Aufbewahrungsvorschriften müssten ernst genommen werden. „Und wir prüfen laufend, wo es im Vollzug des Waffenrechts noch Möglichkeiten gibt, um den Schutz vor Missbrauch noch weiter zu verbessern.“ Das sei ein gemeinsames Anliegen aller Innenminister von Bund und Ländern.

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RND/dpa

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