Ukraine-Konflikt: Versprochene Helme liegen noch immer eingepackt in Deutschland

Die von Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht versprochenen Helme sind noch nicht in der Ukraine angekommen.

„Wir stehen an eurer Seite“, sagte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) vor rund drei Wochen, als sie die Lieferung von 5000 Helmen für die Ukraine ankündigte. Zuvor hatte die Ukraine Waffenlieferungen im großen Stil für die Verteidigung gegen einen möglichen russischen Angriff gefordert. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, kritisierte die Ankündigung in der „Bild“-Zeitung scharf: 5000 Helme seien „ein absoluter Witz“. Kritik und Spott äußerten auch andere Politikerinnen und Politiker auf der ganzen Welt.

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Nun ist klar: Selbst die Helme hat Deutschland bisher nicht an die Ukraine geliefert. „Die Übergabemodalitäten werden mit der Ukraine derzeit noch geklärt“, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums gegenüber „T‑Online“. Demnach würden die Schutzhelme noch immer verpackt und zum Transport bereit in einem Depot der Bundeswehr liegen.

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Genauer Zeitpunkt der Helmlieferung unklar

Wann genau die Helme an die Ukraine geliefert werden sollen, ist bisher unklar. Das Verteidigungsministerium rechne laut dem Bericht damit, dass die Auslieferung in den kommenden Wochen über die Bühne gehen könne. Die nötigen Ausfuhrgenehmigungen seien inzwischen erteilt.

Die Ukraine wartet derzeit nicht nur auf die versprochenen Helme. Auch ein von Deutschland bezahltes Feldlazarett ist bisher nicht dort aufgebaut worden. Eine symbolische Übergabe hat es bereits in Tallinn gegeben. Doch seitdem ist kaum etwas passiert. Die technische Übergabe sowie die Ausbildung ukrainischer Sanitätskräfte dürfte noch Monate dauern – ebenso die Auslieferung der 5,3 Millionen Euro teuren Krankenstation.

RND/scs

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