Europäische Union verurteilt Hackerangriff auf ukrainische Regierung

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell beim Treffen der EU-Außen- und Verteidigungsminister in Brest

Berlin. Die EU hat alarmiert auf den massiven Hackerangriff auf Internetseiten der Regierung in der Ukraine reagiert. Nach Angaben des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell kamen am Freitag die für Sicherheitsfragen zuständigen EU-Botschafter zu einer Sondersitzung zusammen, um über Unterstützung zu beraten. Geplant ist, Experten für Cyberabwehr und technische Unterstützung zu mobilisieren. Der Angriff verdiene die größtmögliche Verurteilung, sagte Borrell.

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Zur Frage, ob es schon Erkenntnisse über die Hintergründe gebe, sagte der Spanier, man könne sich denken, wer dahinterstecke. Er werde aber nicht mit dem Finger auf jemanden zeigen, solange er keine Beweise habe. Russland erwähnte er namentlich nicht. Schwedens Außenministerin Ann Linde sagte, die EU müsse Russland deutlich machen, dass im Fall von Attacken auf die Ukraine eine harte Reaktion zu erwarten sei.

Deutschland: Unterstützung in „Cyberkrise“

Unterdessen hat Deutschland der Ukraine nach dem Hackerangriff Hilfe angeboten. Als enger Partner sei die Bundesregierung bereit, das Land in einer solchen „schweren Cyberkrise“ zu unterstützen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Freitag in Berlin. Derzeit werde geprüft, wie dies aussehen könne. Dazu habe es auch am Rande des Treffens der EU-Außenminister im französischen Brest einen Gedankenaustausch gegeben.

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Das ukrainische Bildungsministerium hatte mitgeteilt, dass es in der Nacht zum Freitag einen massiven Hackerangriff gegeben habe. Betroffen waren demnach unter anderem die Seite der Regierung sowie die Homepages von Außenministerium, Energieministerium und Zivilschutzministerium. Wer hinter dem Angriff steht, war zunächst unklar.

RND/dpa

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