Polizei: Mehrere Demonstranten mit Messern bei Corona-Protesten in München

Querdenken Demonstration in München Querdenker*in hinter Polizeikette. Am 5. Januar 2022 riefen verschiedene Querdenken Gruppen zu Spaziergängen in München auf. Hunderte folgten diesem Aufruf , der Großteil sammelte sich zwischen Marienplatz und Stachus.

München. Bei Protesten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen in München wurden am Mittwoch mehrere Teilnehmer mit Messer verhaftet. Das sagte ein Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums am Donnerstag. Ein 44 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Unterallgäu befand sich demnach am Donnerstag noch in Haft. Ihm werden tätliche Übergriffe auf Polizisten und Körperverletzung vorgeworfen. Zwei weitere festgenommene Männer aus Erding und München waren am Tag danach wieder auf freiem Fuß.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Insgesamt hatte die Polizei noch am Mittwoch von einer weitgehend ruhigen Lage in der Münchner Innenstadt gesprochen, wo rund 3000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen protestierten. Dennoch sei es zu Versuchen gekommen, Absperrungen zu durchbrechen. Die Beamten setzten dabei Schlagstöcke und Pfefferspray ein.

Zwei Polizisten und drei Protestierende wurden dabei verletzt, rund 1200 Menschen wurden wegen Verstoßes gegen die Allgemeinverfügung angezeigt. Die Beamten hätten per Lautsprecherdurchsagen auf die geltende Allgemeinverfügung der Stadt München hingewiesen, nach der nicht angemeldete Demonstrationen im Zusammenhang mit sogenannten Corona-Spaziergängen um die Feiertage herum untersagt waren.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Demos auch in anderen Städten

Nach Angaben der Polizei gab es auch angemeldete Versammlungen mit wenigen hundert Menschen und Gegendemos mit rund 400 Teilnehmern. Diese verliefen demnach störungsfrei.

Nicht nur in der Landeshauptstadt, auch in anderen bayerischen Kommunen hatten Gegner der Corona-Maßnahmen zu sogenannten Spaziergängen zum Zeichen des Protests aufgerufen. Viele Städte haben nicht ortsfeste Kundgebungen verboten und den Teilnehmern von nicht angemeldeten Demonstrationen Bußgelder angedroht.

In Würzburg und Fürth laut Polizei friedlicher Protest

In der Innenstadt von Würzburg gab es zeitlich parallel angemeldete Versammlungen von Kritikern der Corona-Maßnahmen und der Grünen Jugend. Die rund 400 versammelten Corona-Protestler hätten die Beschränkung der Stadt, die Versammlung stationär zu halten, eingehalten, teilte die Polizei mit. Bei der Gegendemonstration der Grünen Jugend habe es rund 120 Teilnehmer gegeben.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

In Fürth kamen laut Polizei rund 1000 Personen zu einer angemeldeten Versammlung unter dem Motto „Gesundheit in eigener Verantwortung“ zusammen. Sicherheitsstörungen hätten die Einsatzkräfte nicht registriert. Der angeordnete Mindestabstand zwischen den Teilnehmern sei weitestgehend eingehalten worden, Verstöße seien nicht zur Anzeige gebracht worden.

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen