Impftourismus: Warum Niederländer zur Corona-Impfung nach Deutschland kommen

Ein Schild weist auf die Grenze zwischen Deutschland und der Niederlande hin.

In den vergangenen Wochen haben sich viele Niederländer in Nordrhein-Westfalen eine Auffrischungs­impfung gegen das Coronavirus geben lassen. Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf lokale Behörden. „Sie kommen vor allem dann, wenn man keinen Termin braucht“, sagt eine Sprecherin des Kreis Borken. Dies liege insbesondere daran, dass die Auffrischungs­impfungen in den Niederlanden nach Alter priorisiert vergeben werden, so die Sprecherin.

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Der Andrang ist demnach in den grenznahen Gegenden, etwa der Stadt Aachen und dem Kreis Borken, besonders groß. In der Stadt Gronau könnte es in der nächsten Woche erneut zu Warte­schlangen kommen „Am 18. und 20. Januar werden bei uns wieder Impfaktionen ohne Terminbuchung angeboten“, sagte eine Sprecherin der Stadt Gronau der „Rheinischen Post“. Ein regelrechter Impftourismus sei in der Vorweihnachts­zeit erkennbar gewesen, so die Sprecherin.

Gemäß der Impfverordnung des Bundes haben alle Menschen Anspruch auf eine Impfung gegen das Coronavirus, wenn sie in Deutschland krankenversichert sind, ihren Wohnsitz in Deutschland haben oder hier arbeiten. „Eine möglichst hohe Impfquote in allen Ländern“ sei „von besonderem gegenseitigen Interesse“, teilte das nordrhein-westfälische Gesundheits­ministerium gegenüber der „Rheinischen Post“ mit.

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Ob Deutsche für eine Impfung in die Niederlande fahren können, konnte das nordrhein-westfälische Gesundheits­ministerium nicht beantworten. Man warte noch auf eine Rückmeldung aus den Niederlanden. Indes teilte der Kreis Kleve der „Rheinischen Post“ mit, dass ausländische Impfwillige zunächst ihren gewöhnlichen Aufenthalt oder aber ihre Arbeitstätigkeit in Deutschland auch am Impftag nachweisen müssen.

Anderenfalls würden diese Personen nicht geimpft werden. Bislang sei eine Abweisung jedoch nur im Einzelfall nötig gewesen, so eine Sprecherin.

RND/alx

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