Trotz "Massaker" in Butscha

Lindner schließt Embargo gegen russisches Gas aus

Finanzminister Christian Lindner (FDP) hat ein sofortiges Embargo von russischem Gas ausgeschlossen.

Brüssel. Auch Finanzminister Christian Lindner hat trotz der Ereignisse im ukrainischen Butscha ein sofortiges Embargo von russischem Gas ausgeschlossen. „Wir müssen scharfe Sanktionen vorsehen, aber Gas ist kurzfristig nicht substituierbar“, sagte Lindner am Rande eines Treffens der Eurogruppe am Montag. „Wir würden uns mehr schaden als ihnen.“ Gleichzeitig sprach er sich dafür aus, grundsätzlich alle wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland schnellstmöglich zu beenden.

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Deutschland wolle so schnell wie möglich unabhängig von Energieimporten aus Russland werden. Das brauche allerdings Zeit. Man müsse zudem zwischen Gas, Kohle und Öl differenzieren, da es unterschiedlich lange dauere, sie zu ersetzen, sagte der FDP-Politiker.

Sein slowenischer Kollege Andrej Šircelj sagte hingegen, er hoffe, Öl und Gas würden Teil des nächsten Sanktionspakets. „Slowenien unterstützt diese Maßnahmen und ich glaube, sie sind sehr wichtig.“

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Schwerere Sanktionen wegen Gräueltaten in Butscha

Mehr als fünf Wochen nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wurden nach dem Abzug russischer Truppen im Kiewer Vorort Butscha Hunderte Tote entdeckt. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba forderte am Sonntag härtere Sanktionen gegen Russland, insbesondere ein Öl-, Gas- und Kohle-Embargo, einen Ausschluss aller russischen Banken aus dem Banken-Kommunikationsnetz Swift sowie eine Schließung aller Häfen für russische Schiffe und Waren. Die EU hat bereits schwere Sanktionen gegen Russland verhängt.

RND/dpa

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