Landtagswahlen in NRW

CDU in NRW deutlich vor SPD, Grüne gewinnen massiv

Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.

Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.

Rund 13 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen waren am Sonntag dazu aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Nach ersten Hochrechnungen von Forschungsgruppe Wahlen wird die CDU die Wahl für sich entscheiden. Die Partei von Ministerpräsident Hendrik Wüst liegt deutlich vor den Sozialdemokraten von Spitzenkandidat Thomas Kutschaty.

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Die Grünen haben ihr Ergebnis von 2017 mehr als verdoppelt, könnten zum sogenannten Königsmacher werden. FDP und AfD müssen den Zahlen zufolge um den Wiedereinzug in den Landtag in Düsseldorf bangen. Die Linke wird dort wie schon in den vergangenen fünf Jahren nicht vertreten sein.

Nach erster Prognose sind unterschiedliche Koalitionen möglich. Die bisherige CDU/FDP-Koalition hat aber keine Mehrheit mehr.

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Rückenwind für Merz und die CDU

Für die Sozialdemokraten dürfte der Wahlausgang eine Enttäuschung sein, hatten sie doch auf Sieg gesetzt – knapp acht Monate nach der Bundestagswahl und sieben Wochen nach ihrem Triumph im Saarland. Rückenwind dagegen bedeutet das Ergebnis für die CDU und Parteichef Merz.

Für die CDU ist es der zweite Erfolg nach dem haushohen Wahlsieg in Schleswig-Holstein, der die Serie von Niederlagen im Bund und in mehreren Ländern vor einer Woche beendet hatte. In Kiel strebt Ministerpräsident Daniel Günther nun eine Fortsetzung der seit 2017 regierenden Jamaika-Koalition an, obwohl die CDU auch mit Zweier­bündnissen eine sichere Mehrheit hätte.

Wüst hatte das Amt des Regierungschefs erst im Oktober 2021 von Armin Laschet übernommen, der bei der Bundestagswahl als Kanzlerkandidat der Union gescheitert war. Laschet trat in der Folge auch als CDU-Bundes­vorsitzender zurück. Merz stammt ebenfalls aus NRW, er hatte Wüst im Wahlkampf engagiert unterstützt. Der 46‑jährige Wüst begann seine Karriere als Generalsekretär der NRW-CDU, 2010 trat er infolge einer Affäre zurück und wurde später Geschäftsführer des nordrhein-westfälischen Zeitungs­verleger­verbands. 2017 wurde er dann unter Laschet Landes­verkehrs­minister.

CDU gewinnt Wahl – Regierung aber auch ohne Christdemokraten möglich

Die CDU hat ersten Hochrechnungen zufolge die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen überraschend deutlich gewonnen.

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AfD verliert auch in Nordrhein-Westfalen

Als „Stammland“ der Sozial­demokratie gilt NRW schon lange nicht mehr. CDU und SPD wechselten sich in den vergangenen Wahlperioden an der Regierung ab, seit 2005 hat kein Regierungs­bündnis länger als sieben Jahre durchgehalten. Der heutige SPD‑Partei- und Fraktionschef Kutschaty war bis 2017 Landes­justiz­minister in der rot-grünen Koalition. Unter der Führung des 53‑Jährigen rutscht die SPD den Prognose zufolge jetzt noch unter das Ergebnis von 2017, das schon damals mit 31,2 Prozent einen historischen Tiefstand markierte.

Die AfD, vor einer Woche in Schleswig-Holstein erstmals wieder aus einem Landtag rausgeflogen, erleidet auch in NRW Verluste. Ob sie wieder in den Landtag einzieht, war nach Prognosen noch nicht ganz sicher. Die Linke, seit zehn Jahren nicht mehr im Landtag vertreten und 2017 nur knapp an der Fünf­prozent­hürde gescheitert, bleibt sicher weiterhin draußen.

RND/fw mit Agenturmaterial

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