Trump-Comeback auf Twitter?

Kurznachrichten aus der Kloake

Der Twitter-Account von Ex-Präsident Donald Trump wurde reaktiviert.

Der Twitter-Account von Ex-Präsident Donald Trump wurde reaktiviert.

Washington. Elon Musk ist ein Mann der Superlative. Er baute die erste effiziente Elektroautofabrik, hat mehr Geld als jeder andere Mensch aufgehäuft und plant den ersten bemannten Flug zum Mars. Doch vorher hat sich der genial-wahnsinnige Egomane offenbar vorgenommen, die wichtigste Onlineplattform der Welt in eine galaktische Freakshow zu verwandeln.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Was Musk seit seinem Einstieg bei Twitter an Chaos, Verantwortungslosigkeit und Destruktion entfesselt hat, spottet jeder Beschreibung. Erst quatschte er den Wert seines 44-Milliarden-Dollar-Investments herunter. Dann fuhr er nach der Übernahme innerhalb weniger Tage den Kurznachrichtendienst mit Massenkündigungen und kopflosen Strategieänderungen an den Rand des Kollapses. Derweil führte er auf der Plattform, über deren viele Fake-Accounts er selbst Klage führt, eine Scheinumfrage durch. Damit schafft er es, gleichzeitig zum Apologeten und Bittsteller von Donald Trump zu werden. Eine Meisterleistung.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Twitter braucht Trump mehr als umgekehrt

Wäre Musk tatsächlich jener Vorkämpfer der freien Rede, als der er sich gerne in Szene setzt, dann hätte er die angekündigte Kommission zum Umgang mit Twitter-Sperren unabhängig besetzt und objektive Regeln für das Verhalten in der digitalen Welt entwickeln lassen, wie sie überall sonst auch gelten. Stattdessen inszenierte er die Trump-Rückkehr als gigantisches Clickbaiting und demonstrierte damit, dass er Trump in seinem taumelnden Netzwerk viel dringender braucht, als umgekehrt Trump auf Twitter angewiesen ist.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der Präsidentschaftsbewerber aus Palm Beach wird sich nun zieren und bitten lassen. Das schmeichelt seinem narzisstischen Ego. Alleine die Wiederherstellung seines Accounts aber sendet eine verheerende Botschaft aus: Lügen, Hetze, Beleidigungen und Hass sind bei Twitter willkommen. Der Kurznachrichtendienst wird zur Kloake.

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen