Mit Panzerfahrzeug überfahren

Russische Truppen töten eigenen Brigadekommandant

Donezk, 24.03.222: Gepanzerte Fahrzeuge der russischen Armee vor dem Stadteingang zu Mariupol.

London. Ein russischer Brigadekommandant wurde vergangene Woche von seinen eigenen Streitkräften getötet. Das berichtet die US-Tageszeitung „Politico“. „Wir glauben, dass der Brigadekommandant als Folge der massiven Verluste in der eigenen Brigade von seinen Truppen getötet wurde“, so ein westlicher Beamter. Der Kommandant sei von einem gepanzerten Fahrzeug überfahren worden. Später soll er an seinen schweren Verletzungen erlegen sein.

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Bestätigt wurde der Vorfall am Mittwoch von dem prominenten ukrainischen Journalisten Roman Tsimbalyuk. Der Reporter sagte, die Truppen seien verärgert über die 50-prozentige Opferrate, die die in der Region Kiew stationierte Einheit erlitten habe, so „Politico“.

Ein westlicher Beamter hätte außerdem ukrainische Berichte bestätigt, dass ein weiterer russischer General bei den Kämpfen in der Ukraine gestorben sei. Insgesamt sind bei der Invasion in der Ukraine damit bisher sieben russische Kriegsgeneräle getötet worden.

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Die russischen Streitkräfte hatten im ersten Monat ihrer Invasion in der Ukraine mit der logistischen Versorgung und Nahrungsmittelknappheit zu kämpfen. Auch die Vormärsche in weiten Teilen des Landes stocken seit mehreren Wochen. Offenbar seien selbst russische Soldaten von der Kriegspropaganda des Kremlchefs Wladimir Putin geblendet worden. Soldaten, die von ukrainischen Streitkräften gefangen genommen wurden, hätten gesagt, sie seien im Glauben gelassen worden, sie würden Übungen nahe der ukrainischen Grenze durchführen, anstatt in den Krieg zu ziehen, so das amerikanische Politikmagazin.

Nach ukrainischen Angaben habe die russische Armee seit Kriegsbeginn über 16.000 Soldaten verloren. Auch in westlichen Geheimdienstkreisen ist die Rede von erheblichen russischen Verlusten.

Wendet sich das Blatt?

Erst am Freitag hatte das russische Verteidigungsministerium bekannt gegeben, dass die erste Phase seiner Militäroperation in der Ukraine weitgehend abgeschlossen sei. Nun wolle man sich auf die vollständige „Befreiung“ der ostukrainischen Donbass-Region konzentrieren. Nach Angaben eines westlichen Beamten habe Russland erkannt, „dass es seine Operationen nicht auf mehreren Achsen gleichzeitig durchführen kann“. Nun versuche das kriegsführende Land, seine Kräfte zu bündeln – sowohl in Bezug auf die Versorgung der russischen Truppen als auch auf die Feuerkraft auf ukrainische Städte.

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Die Konzentration auf den Donbass würde für die Ukrainer schwieriger machen, den Luftraum dort weiter zu verteidigen. Bisher sei die ukrainische Armee „äußerst geschickt“ darin gewesen, ihre Fähigkeiten der Luftverteidigung einzusetzen, so der Beamte. Die jüngsten ukrainischen Siege vor Ort können noch nicht als Wende im Krieg angesehen werden, fügte er hinzu.

RND/hyd

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