Gräueltaten von Putins Truppen

Kanzler Scholz kündigt weitere Maßnahmen gegen Russland an

Der Bundeskanzler Olaf Scholz.

Berlin. Angesichts der nach dem russischen Truppenabzug nördlich von Kiew aufgedeckten Gräueltaten an der ukrainischen Zivilbevölkerung hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) weitere Sanktionen gegen Russland angekündigt.

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„Wir werden im Kreis der Verbündeten in den nächsten Tagen weitere Maßnahmen beschließen“, sagte Scholz am Sonntag im Berliner Kanzleramt. Zudem werde man der Ukraine weitere Waffen zur Verfügung stellen.

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Der Bundeskanzler sprach von „furchtbaren und grauenerregenden Aufnahmen“, die zuletzt aus der Ukraine zu sehen waren. Es seien Straßen zu sehen gewesen, die übersät waren mit Leichen, darunter Frauen, Kinder und Alte, so Scholz. „Die Ermordung von Zivilisten ist ein Kriegsverbrechen“, betonte der SPD-Politiker.

Im Zuge dessen forderte er den Zugang internationaler Organisationen zu den Schauplätzen der Gräueltaten gegen die ukrainische Zivilbevölkerung, allen voran des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes. Diese sollten die Gewalttaten dokumentieren.

Bilder aus Butscha hatten am Sonntag weltweit Entsetzen ausgelöst. Auf Fotos und Videos ist zu sehen, wie mitten auf der Straße die Körper toter Zivilisten liegen. Die ukrainische Seite macht dafür russische Soldaten verantwortlich, die die kleine Stadt bis vor kurzem besetzt hatten. Das russische Verteidigungsministerium hingegen sprach im Mitteilungsdienst Telegram von einer „geplanten Medienkampagne“ und vermittelte den Eindruck, dass die ukrainische Armee die Zivilisten durch Beschuss selbst getötet haben könnte. Belege dafür gab es nicht.

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Der Bundeskanzler hat sich für eine unabhängige Untersuchung der getöteten Zivilisten in der Region Kiew ausgesprochen.

RND/sic/dpa

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