Waffenruhe hält an

Israel öffnet Grenze zum Gazastreifen wieder

Mitglieder des Artilleriekorps der Israelischen Verteidigungskräfte sind in der Nähe der Grenze zwischen Israel und Gaza im Einsatz (Symbolfoto). Eine von Ägypten vermittelte Waffenruhe im Gaza-Konflikt ist am Sonntagabend um 23.30 Uhr Ortszeit in Kraft getreten.

Mitglieder des Artilleriekorps der Israelischen Verteidigungskräfte sind in der Nähe der Grenze zwischen Israel und Gaza im Einsatz (Symbolfoto). Eine von Ägypten vermittelte Waffenruhe im Gaza-Konflikt ist am Sonntagabend um 23.30 Uhr Ortszeit in Kraft getreten.

Tel Aviv. Israel hat nach der vereinbarten Waffenruhe seine Grenzübergänge zum Gazastreifen wieder geöffnet. Nach Beurteilung der Sicherheitslage seien der Erez-Grenzübergang und der Warenübergang Kerem Schalom wieder offen, teilte die israelische Koordinierungsstelle für Aktivitäten in den Palästinensergebieten (COGAT) am Montag mit. Erste Treibstofftanks und humanitäre Hilfsgüter passierten einer Sprecherin zufolge am Morgen die Grenze.

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Die Stromversorgung in dem Küstengebiet war am Samstag wegen fehlendem Treibstoff von zwölf auf vier Stunden reduziert worden. Das palästinensische Gesundheitsministerium warnte daraufhin vor einer Einstellung der medizinischen Versorgung.

Waffenruhe hält an

Die von Ägypten vermittelte Waffenruhe im Gaza-Konflikt hat somit vorerst Bestand. Eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv bestätigte am Montagmorgen, es seien seit der Waffenruhe am Sonntagabend keine neuen Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden. Auch die israelische Armee habe keine neuen Ziele in dem Küstenstreifen angegriffen.

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Israel und Palästina vereinbaren Waffenruhe – Ägypten als Vermittler

Seit Freitag hatte der Islamische Dschihad zuvor mit Raketen vor allem auf den Süden Israels gezielt. Nun herrscht eine Waffenruhe.

Nach dreitägigen Kämpfen trat die Waffenruhe um 23.30 Uhr Ortszeit (22.30 Uhr MESZ) in Kraft. Beide Seiten hatten zuvor separat ein Ende der Angriffe erklärt. Israel verkündete am Montag die Öffnung der Grenzübergänge in den Küstenstreifen am Mittelmeer für humanitäre Lieferungen.

Israel hatte auf Gazastreifen geschossen

Israel hatte die Übergänge vergangenen Montag nach der Festnahme eines Anführers des Islamischen Dschihads im Westjordanland geschlossen. Begründet wurde dies mit der Sorge vor Angriffen. Wenige Tage später kam es zum gewaltsamen Konflikt der israelischen Streitkräfte mit der militanten Palästinenserorganisation.

Das israelische Militär hatte am Freitag die Militäraktion „Morgengrauen“ mit Luftangriffen gegen den Islamischen Dschihad im Gazastreifen gestartet. Während der Operation wurden zwei Dschihad-Militärchefs getötet. Die eng mit Israels Erzfeind Iran verbundene Gruppe wird von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft.

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Nach israelischen Angaben plante der Dschihad vor dem Militäreinsatz eine Attacke mit Panzerabwehrraketen im Grenzgebiet zum Gazastreifen. Der Eskalation vorangegangen war die Festnahme eines PIJ-Anführers im Westjordanland, Bassem Saadi, am vergangenen Montag.

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Blockade seit Machtübernahme der Hamas verschärft

Rund zwei Millionen Einwohner leben unter sehr schlechten Bedingungen in dem Küstenstreifen am Mittelmeer. Die Hamas hatte 2007 gewaltsam die Macht an sich gerissen. Israel verschärfte daraufhin eine Blockade des Gebiets, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Staaten begründen die Maßnahme mit Sicherheitsinteressen.

RND/dpa

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