Ägypten, Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain und Marokko

Israel: Gipfeltreffen vier arabischer Staaten mit US-Beteiligung

27.3.22, Jerusalem, Israel: US-Außenminister Antony Blinken bei einem diplomatischen Treffen mit Israels Präsident Jitzchak Herzog.

Tel Aviv. Die Außenminister vier arabischer Staaten kommen an diesem Montag bei einem Gipfeltreffen in Israel mit ihrem Amtskollegen Jair Lapid und US-Außenminister Antony Blinken zusammen. Beteiligt an der Begegnung im Wüstenort Sde Boker im Süden des Landes sind die Repräsentanten Ägyptens, der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Bahrains und Marokkos. Es ist die erste Konferenz dieser Art in Israel, Regierungschef Naftali Bennett sprach deshalb bereits von einem „historischen Tag“.

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Israel hat binnen 18 Monaten diplomatische Beziehungen mit Bahrain, den VAE, Marokko und Sudan aufgenommen. Zuvor hatte der jüdische Staat nur mit Ägypten und Jordanien Friedensverträge unterzeichnet. Als Hauptmotor der Annäherung gelten wirtschaftliche Erwägungen. Die Länder bilden aber auch eine Allianz gegen den Iran.

Bei dem sogenannten „Negev-Gipfel“ stehen mehrere Themen auf der Tagesordnung: der Krieg in der Ukraine, die Sorge vor einer nuklearen Aufrüstung des Irans sowie iranischer Aggressionen in der Region und Israels Konflikt mit den Palästinensern. Arabische Staaten sind an den Bemühungen beteiligt, ein neues Aufflammen der Gewalt während des muslimischen Fastenmonats Ramadan zu verhindern. Israelische Medien werteten den Gipfel allerdings vor allem als Demonstration der Einheit gegenüber dem Iran und als Versuch, die USA zu einem härteren Kurs gegenüber Teheran zu bewegen.

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Die USA waren unter dem früheren Präsidenten Donald Trump aus dem Atomabkommen von 2015 ausgestiegen. Teheran reagierte mit der Herstellung von hoch angereichertem Uran, das relativ schnell zu waffenfähigem Material weiterverarbeitet werden könnte. Trumps Nachfolger Joe Biden will die Vereinbarung wieder aufleben lassen. Verhandlungen zur Rettung des Atomabkommens in Wien mussten zuletzt nach neuen Forderungen Russlands kurz vor der Ziellinie unterbrochen werden.

RND/dpa

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