Corona in WM-Zeiten

Grünen-Gesundheitspolitiker Dahmen mahnt: Public Viewing in Innenräumen bitte mit Maske

Janosch Dahmen, Bündnis 90/Die Grünen, spricht bei einer Sitzung des Bundestags.

Janosch Dahmen, Bündnis 90/Die Grünen, spricht bei einer Sitzung des Bundestags.

Berlin. Fußballmeisterschaften sind stets auch Public-Viewing-Ereignisse. Zwar ist es fraglich, ob die WM in Katar aufgrund der Debatten um die fragwürdige Vergabe und die Menschenrechtssituation in dem Golfstaat ähnlich viele Fans gemeinsam vor die Bildschirme lockt wie bei früheren Turnieren. Gesundheitspolitiker beschäftigt dennoch die Frage, ob Public Viewing ein Risiko für die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland sein könnte.

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So mahnt der Grünen-Politiker Janosch Dahmen zur Vorsicht und appelliert an die Fans, in Innenräumen und auch draußen im Gedränge Maske zu tragen. Zwar sei es bisher gelungen, die Krankheitsschwere durch die Impfungen zu senken und die Infektionsdynamik auszubremsen, um insbesondere das Gesundheitssystem vor Überlastung zu schützen, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Dahmen: „Pandemie ist noch nicht vorbei“

„Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist und gewisse Basismaßnahmen zum Schutz von Risikopersonen und zur Vermeidung von Personalausfällen im Gesundheitswesen weiterhin notwendig sind“, sagte er. „Dazu zählt aus medizinischer Sicht auch das Tragen einer Maske in Innenräumen und draußen, dort wo im dichten Gedränge kein Abstand gewahrt werden kann“, betonte er und fügte hinzu: „Masken sind neben einem frischen Impfschutz nachgewiesenermaßen das wirkungsvollste Instrument, um sich und andere vor Infektionen zu schützen.“

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Der Unions-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger sieht zwar ebenfalls aktuell keine Gefahr einer Überlastung des Gesundheitswesens. Aber auch er mahnt, Corona nicht zu vergessen, zumal sich die Fans zum Public Viewing bei der Winter-WM nicht draußen, sondern eher in Kneipen oder in Hallen treffen würden.

„Eine Maskenpflicht wäre bei dem erhöhten Bierkonsum und der angeheizten Stimmung realitätsfremd“, stellte der CSU-Politiker fest. „Entweder der Veranstalter lässt einfach nur so viele Gäste in die Kneipe oder Halle, wie es Sitzplätze gibt, oder er besteht auf einen negativen Schnelltest, wenn er das zur Sicherheit seiner Gäste möchte“, schlug Pilsinger vor. „Wir müssen lernen, mit Corona auch bei Fußballveranstaltungen zu leben“, so der Gesundheitsexperte.

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